Cassiopea mit höheren Verlust in H1 und weniger Barmitteln - Update zu Pipeline

(Meldung um weitere Details ergänzt)
22.07.2016 09:36

Lainate (awp) - Cassiopea hat in den ersten sechs Monaten 2016 seinen Verlust ausgeweitet. Gleichzeitig verfügt das auf Dermatologieprodukte spezialisierte Pharmaunternehmen per Stichtag 30. Juni über weniger Barmittel als noch zum Jahreswechsel. Umsätze generiert das Unternehmen noch keine, weil sich alle Produkte in der Entwicklungsphase befinden.

Der Verlust weitete sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres auf 8,5 Mio EUR aus von 1,8 Mio im Vorjahreszeitraum. Barmittel und Ähnliches lagen zum Stichtag am 30. Juni bei 40,1 Mio EUR. Ende 2015 waren es 48,1 Mio EUR gewesen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt.

Für Forschung und Entwicklung gab das Cassiopea in den ersten sechs Monaten 6,6 Mio EUR aus (VJ 2,1 Mio). Die R&D-Kosten bestanden in erster Linie aus ausgelagerten präklinischen und klinischen Versuchsausgaben. Der Löwenanteil sei dabei für die klinische Phase-III-Versuchsreihen von Winlevi ausgegeben worden.

PERSONALBESTAND BINNEN JAHRESFRIST VERVIELFACHT

Die weiteren Kosten schlugen mit 1,0 Mio EUR zu Buche (VJ 0,3 Mio). Hierbei hätten sich vor allem gestiegene Personalkosten bemerkbar gemacht, heisst es in der Mitteilung weiter. Das liege daran, dass der Personalstand von drei auf neun Mitarbeitende stieg.

Cassiopea ist mittlerweile seit gut einem Jahr an der Börse notiert. Das Unternehmen gehörte davor zum Cosmo-Konzern. Über die Fortschritte in der Entwicklungspipeline zeigt sich das Management laut Mitteilung zufrieden.

CEO ZUFRIEDEN TROTZ VERZÖGERUNGEN

"Obwohl wir leichte Verzögerungen in der Auswertung der klinischen Studien des topischen Akne-Antibiotikums und bei der Rekrutierung von Versuchspersonen im Projekt Genitalwarzen hatten, bin ich sehr zufrieden mit dem Fortschritt unseres Bestrebens, vier wertvolle Produkte für den Dermatologie-Markt zu schaffen und Cassiopea als eine wichtige Akteur in diesem Bereich zu etablieren", lässt sich CEO Diana Harbort in der Mitteilung zitieren.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, sei die "proof of concept"-Versuchsreihe für androgenetische Alopezie mit dem Mittel Breezula erfolgreich gewesen. Androgenetische Alopezie ist erblich bedingter Haarausfall.

Zudem wurde ein Phase-II "proof of concept"-Versuchsreihe für das neue, topisch anwendbare Antibiotikum zur Behandlung von Akne abgeschlossen. Die Resultate hierzu würden in Kürze bekanntgegeben. Gleichzeitig teilt Cassiopea mit, dass die klinischen Versuche der Phase-III-Studie für die Behandlung von moderater bis schwerer Akne mit Winlevi in den USA und der EU planmässig verlaufe.

hr/yr

(AWP)