Finanzunternehmen mit Zahlen - Cembra schüttet Sonderdividende aus

Die Cembra Money Bank hat im Geschäftsjahr 2016 etwas mehr Ertrag erwirtschaftet. Der Gewinn reduzierte sich dagegen leicht, lag aber je Aktie am obersten Ende der Guidance des Unternehmens.
23.02.2017 07:52
Robert Oudmayer, CEO der Cembra Money Bank.
Robert Oudmayer, CEO der Cembra Money Bank.
Bild: cash

Im Detail erwirtschaftete die Bank 2016 einen um 1% gesteigerten Nettoertrag von 394 Mio CHF. Allerdings ging der Zinserfolg, der gut drei Viertel des Geschäftes ausmacht, um 1% auf 297,7 Mio zurück. Der Ertrag aus Kommissionen und Gebühren fiel mit 96,3 Mio dagegen um 11% höher aus. Der Geschäftsaufwand stieg um 4% auf 167,5 Mio CHF.

Unter dem Strich sank damit der Reingewinn um 1% auf 143,7 Mio CHF. Die Aktionäre sollen jedoch eine höhere Dividende von 3,45 CHF je Aktie nach 3,35 CHF im Vorjahr erhalten. Zusätzlich soll über eine ausserordentliche Dividende von 1,00 CHF je Aktie Überschusskapital zurückgeführt werden.

Cembra will künftig überschüssiges Tier-1-Kapital jenseits von rund 20% via ausserordentliche Dividenden oder Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückführen, solange keine effizienteren Verwendungsmöglichkeiten bestehen, wie es heisst. Die bestehende Zielausschüttungsquote für die ordentliche Dividende von 60 bis 70% des Reingewinns bleibt indes unverändert.

Mit den Ergebnissen hat Cembra die Erwartungen von Analysten erreicht, beim Umsatz sogar leicht übertroffen. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) waren diese von einem Betriebsertrag von 390,2 Mio und einem Reingewinn von 144,2 Mio CHF ausgegangen. Für die ordentliche Dividende war durchschnittlich ein Wert von 3,46 CHF geschätzt geworden, wobei Analysten eine zusätzliche Sonderdividende nicht ausgeschlossen hatten.

Für das laufende Jahr erwartet Cembra wegen des tieferen Zinsertrags als Folge der reduzierten Höchstzinssätze seit dem 1. Juli 2016 insgesamt einen leichten Rückgang des Nettoertrags. Der Rückgang sollte teilweise durch höheren Kommissionsertrag aus dem kontinuierlich wachsenden Kreditkartengeschäft ausgeglichen werden. Investitionen in die Digitalisierung würden 2017 zu einem leicht höheren Aufwand/Ertrags-Verhältnis führen, heisst es.

Unter Annahme eines stabilen ökonomischen Umfelds erwartet die Bank ein Ergebnis pro Aktie zwischen 4,70 und 5,00 CHF. Für 2016 lag die Guidance bei 4,80 bis 5,10 CHF. Verdient wurden im abgelaufenen Jahr 5,10 CHF je Titel (unverwässert).

(AWP)