Chef der Bayer-Sparte Covestro will weiter sparen

LEVERKUSEN (awp international) - Für Covestro-Chef Patrick Thomas sind die angepeilten Sparziele der Bayer-Tochter nicht das Ende der Fahnenstange. "Wir sind auf Kurs beim aktuellen Sparziel, haben aber neue Dinge in der Pipeline", sagte der Vorstandschef des Kunststoffspezialisten im Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Dienstag. Derzeit will der Konzern die jährlichen Kosten um rund 420 Millionen Euro senken und installiert dazu unter anderem ein neues, schlankeres IT-System. Das sei aber erst der Anfang, sagte Thomas. Woher weitere Einsparungen kommen könnten, wollte er aber noch nicht verraten. "Zuerst müssen wir die 420 Millionen Euro liefern."
12.07.2016 09:50

Aktuelle Analystenschätzungen, die für dieses Jahr beim um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ein Plus von 3 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro voraussehen, sähen "ziemlich zutreffend" aus, sagte Thomas. Covestro selbst hat sich für den operativen Gewinn keinen Massstab gesetzt - der Mutterkonzern Bayer aber hatte Ende Februar für die Kunststofftochter einen Rückgang des bereinigten Ebitda prognostiziert und diese Aussichten noch im April bestätigt.

Derzeit hält der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer noch rund 64 Prozent an Covestro. Der Kunststoffspezialist - bis vor kurzem noch bekannt als Bayer Materialscience - stellt unter anderem den transparenten Kunststoff Polycarbonat her sowie Vorprodukte für Hart- und Weichschäume. Die Materialien werden etwa in der Auto-, Bau- und in der Elektroindustrie verwendet. Weltweit haben die Leverkusener rund 15 700 Mitarbeiter./men/enl/fbr

(AWP)