Chef der VW-Lastwagensparte: Börsengang nur eine Option

Die Volkswagen -Lastwagensparte Traton mit MAN und Scania rückt die Erwartungen an einen baldigen Börsengang zurecht. Dieser sei nur eine von vielen Optionen, sagte Spartenchef Andreas Renschler am Dienstag in Hannover kurz vor Beginn der IAA-Nutzfahrzeugmesse. Noch sei über einen Börsengang nicht entschieden. Die Sparte habe alle ihre "Synergieprojekte" noch vor sich, auch Übernahmen seien nicht ausgeschlossen: "Alle Optionen auf unserem Weg zum "Global Champion" sind offen." Nicht auf der Agenda stehe eine Erhöhung des knapp 17-prozentigen Anteils an dem US-Truck-Hersteller Navistar.
18.09.2018 15:12

Der Volkswagen-Konzern hatte gerade erst bekanntgegeben, seine Lastwagensparte schon bis Jahresende fit für einen Börsengang zu machen. Der Aufsichtsrat beschloss die Umwandlung der Sparte in eine europäische Aktiengesellschaft namens Traton SE. Die endgültige Entscheidung über den Börsengang werde "dann abhängig vom Marktumfeld und zum gegebenen Zeitpunkt gefällt", sagte Volkswagen-Finanzchef Frank Witter.

Weltweit erwirtschaftete die Lastwagen- und Bussparte im vergangenen Jahr 24 Milliarden Euro Umsatz, Konkurrent Daimler kam auf 36 Milliarden Euro. MAN und Scania sind Marktführer in Deutschland, Europa und Brasilien, aber vergleichsweise schwach in Nordamerika und Asien./tst/DP/fba

(AWP)

 
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