China-Geschäft füllt Remy Cointreau die Kassen

Die anziehende Nachfrage nach Luxus-Cognac in China hat dem französischen Spirituosenhändler Remy Cointreau mehr Geld in die Kassen gespült als erwartet. Der Betriebsgewinn stieg in dem Ende März abgeschlossenen Bilanzjahr 2016/17 um fast 14 Prozent auf 226 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus dem westfranzösischen Ort Cognac am Donnerstag mitteilte.
08.06.2017 10:23

Analysten hatten mit rund 211 Millionen Euro gerechnet. Für Rückenwind hätten niedrigere Kosten, robuste Geschäfte in den USA und die gute Nachfrage in China gesorgt. Der Hersteller von Remy-Martin-Cognac und Cointreau-Likör setzt anders als Konkurrent Pernod Picard in China auf seinen Luxus-Cognac, dazu gehört etwa der Louis XIII Cognac, der pro Flasche bis zu 3000 Dollar kostet.

Remy Cointreau hatte - wie auch seine grösseren Rivalen Diageo und Pernod Ricard - in den vergangenen Jahren zu spüren bekommen, dass die Chinesen angesichts des Anti-Korruptionskampfes der Behörden zögerlicher Luxusgüter kauften. Daher hatte sich das Unternehmen verstärkt auf den US-Markt konzentriert.

Inzwischen hat sich die Nachfrage in der Volksrepublik aber wieder erholt. Das stimmte Remy Cointreau zuversichtlicher: Die Firma erwartet nun bis 2019/20 eine Rendite von 21,5 bis 22,5 Prozent statt wie bislang prognostiziert 18 bis 20 Prozent. 2016/17 erreichte die operative Umsatzrendite 20,7 Prozent.

(AWP)