China und Sparkurs sei dank: Michelin verdient operativ mehr als erwartet

CLERMONT-FERRAND (awp international) - Die Erholung des chinesischen Automarkts hat Michelin im ersten Halbjahr auf Kurs gehalten. Mit dem dort guten Geschäft konnte Europas grösster Reifenhersteller die Schwäche in anderen Märkten wie Brasilien und Russland ausgleichen. Zudem profitierte Michelin von seinem Sparkurs und niedrigen Preisen für Rohstoffe.
26.07.2016 08:33

In den ersten sechs Monaten des Jahres legte der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn um elf Prozent auf 1,41 Milliarden Euro zu, wie der Continental-Rivale am Dienstag in Clermont-Ferrand mitteilte. Experten hatten lediglich mit einem einstelligen Plus gerechnet. 2016 erwartet der Konzern weiter einen Anstieg des operativen Ergebnisses.

Der Umsatz ging wegen des im Vergleich zu vielen Währungen in wichtigen Absatzmärkten starken Euro leicht auf 10,3 Milliarden Euro zurück. Der Absatz sei um 2,5 Prozent gestiegen und habe damit das Marktwachstum übertroffen. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 769 Millionen Euro neun Prozent mehr als vor einem Jahr.

Unternehmenschef Jean-Dominique Senard hat dem Reifenhersteller vor allem im Heimatmarkt einen strikten Sparkurs auferlegt, um gegen die Billig-Konkurrenz zu bestehen. Bis 2020 sollen so die jährlichen Kosten um 1,2 Milliarden Euro sinken. Erst in der vergangenen Woche hatte Michelin den Abbau von 500 Stellen in der Konzernzentrale in Clermont-Ferrand angekündigt./zb/mne/fbr

(AWP)