Chinesische Grossbanken verdienen mehr

Die chinesischen Grossbanken profitieren vom robusten Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik. Vier der fünf grössten Institute steigerten im dritten Quartal ihren Nettogewinn, wie die jüngsten Bilanzen zeigten.
30.10.2017 17:25

Bei der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), der China Construction Bank (CCB) und der Agricultural Bank of China (AgBank) sank zugleich der Anteil fauler Kredite.

Die chinesische Staatsführung will mit zahlreichen Reformen den Schuldenberg in China abbauen. Die Regeln für die Kreditvergabe wurden verschärft, riskanteren Geschäften ein Riegel vorgeschoben.

Chinas grösste Bank ICBC steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 75 Milliarden Yuan (11,2 Milliarden Franken). Sie stufte 1,56 Prozent aller Darlehen per Ende September als faul ein. Ende Juni waren es 1,57 Prozent gewesen. Die Bank sitzt auf Krediten im Volumen von 220 Milliarden Yuan (rund 33 Milliarden Franken), die nicht regulär zurückgezahlt werden.

Die China Construction Bank, Nummer zwei der Branche, verdiente mit 62,9 Milliarden Yuan (9,4 Milliarden Franken) unter dem Strich 4,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die AgBank steigerte den Gewinn um 4,9 Prozent auf 51,4 Milliarden Yuan (7,7 Milliarden Franken).

Beim viertgrössten chinesischen Geldhaus Bank of China stagnierte der Gewinn dagegen bei 41,8 Milliarden Yuan (6,2 Milliarden Franken). Die Bank of Communications erhöhte den Überschuss binnen Jahresfrist um 3,5 Prozent auf 15,4 Milliarden Yuan.

(AWP)