Cicor steigert den Umsatz im Halbjahr und will den Wachstumskurs fortsetzen

(Meldung um weitere Angaben ergänzt) - Die Industriegruppe Cicor hat im ersten Halbjahr 2017 weitere Fortschritte erzielt und Umsatz sowie Ergebnis deutlich gesteigert. Dabei gelang nun auch in der Division AMS der Turnaround. Cicor will im zweiten Halbjahr und darüber hinaus den Wachstumskurs fortsetzen und die operative Marge auf frühere Niveaus zurückführen.
17.08.2017 08:56

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres kletterte der Umsatz von Cicor um 17% auf 109,0 Mio CHF, während der Auftragseingang um 9,7% auf 119,6 Mio zunahm. Damit sei auch der rekordhohe Auftragseingang aus dem zweiten Halbjahr 2016 von 114,4 Mio übertroffen worden und die Book-to-Bill Ratio sei mit 1,10 positiv, schreibt die in den Bereichen Leiterplatten, Microelectronics und Electronic Solutions tätige Gruppe am Donnerstag.

Dank der anziehenden Nachfrage haben sich auch die Ergebnisse klar verbessert: So nahm das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT auf 5,1 Mio CHF von 1,2 Mio im Vorjahr zu, entsprechend ergibt sich eine höhere Marge von 4,7% (VJ 1,3%). Und unter dem Strich erzielte die Gruppe einen Gewinn in Höhe von 2,3 Mio nach einem Verlust von 0,6 Mio.

WEITERE FORTSCHRITTE

Cicor schaffte dank operativer Verbesserungen in den Werken bereits im Gesamtjahr 2016 die Rückkehr in die Gewinnzone und nun habe man in allen Bereichen weitere Fortschritte erzielt, so die Mitteilung weiter. Zu den im vergangenen Jahr eingeleiteten Massnahmen zählen etwa die Reduktion der Standorte oder die Verschlankung der Geschäftsleitung.

In der Division AMS (Advanced Microelectronics and Substrates) konnte Cicor das Ruder nach mehrjährigem Abwärtstrend herumreissen. Der Division machten etwa strukturelle Marktanpassungen in der Uhrenindustrie zu schaffen. Daher richtete man den Fokus auf Neukunden in der Industrie- und Medizintechnik und habe mit angepassten Kostenstrukturen den Turnaround geschafft, heisst es.

Die Division AMS steigerte den Umsatz um knapp 14% auf 24,5 Mio CHF, das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA verbesserte sich auf 3,7 Mio von 0,4 Mio im Vorjahr und die Marge liegt neu bei hohen 15% (VJ 2%). Einer starken Nachfrage in der Medizin- und Industrietechnik erfreuten sich die Dünnschicht-Technologie sowie die unter Reinraumbedingungen produzierten Mikroelektroniklösungen.

In der grösseren Electronic Solutions Division (ES) nahm der Umsatz gar um 19% auf 84,5 Mio CHF zu. Wäre es am globalen Bauteilemarkt nicht zu einer Verknappung wichtiger Komponenten gekommen, dann wäre die Division noch stärker gewachsen, so die Mitteilung. Insgesamt gewann die Division "signifikant" Neugeschäfte und der EBITDA erhöhte sich auf 7,3 Mio CHF (5,4 Mio), während die Marge um einen Prozentpunkt auf 8,6% anstieg. Cicor will in den ES-Werken ungenutzte Kapazitäten besser erschliessen und plant ein neues Werk am rumänischen Standort in Arad.

WACHSTUMSKURS FORTSETZEN

Mit Blick auf die gute Auftragslage dürfte sich der positive Geschäftsverlauf laut Cicor im zweiten Halbjahr fortsetzen. Das Management unter dem seit knapp einem Jahr amtierenden CEO Alexander Hagemann rechnet im Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum von rund 10% und die operative Marge dürfte an die guten Ergebnisse aus den Jahren 2013 und 2014 anknüpfen. Damals lagen die Margen bei 4,5% bzw. 4,7%.

Der Wachstumskurs bei Umsatz und Ergebnis soll gemäss Cicor auch 2018 fortgesetzt werden. Dazu würden die intensiven Verkaufsanstrengungen fortgeführt, die Kostenstrukturen laufend überprüft und weitere Massnahmen zur Steigerung der operativen Exzellenz umgesetzt sowie die Fertigungskapazitäten mit massvollen Investitionen ausgebaut, heisst es.

mk/dm

(AWP)