Clariant im zweiten Quartal gewachsen - Fusion mit Huntsman auf Kurs

Der Chemiekonzern Clariant sieht sich weiter auf Kurs. Der Ausblick auf das laufende Jahr wird bestätigt. Zur geplanten Fusion mit der texanischen Huntsman, ein grosser Investor will diesen verhindern, hat Clariant weitere Details geliefert.
27.07.2017 07:23

Der Konzern weist für die Monate April bis Juni einen um 8% höheren Umsatz von 1,53 Mrd CHF aus, teilte dieser am Donnerstag mit. Vor Einmaleffekten steigt der EBITDA um 8% auf 232 Mio CHF. Die entsprechende Marge lag bei 15,2% und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die entsprechende Marge für die erste Jahreshälfte stieg um ebenfalls 0,1 Prozentpunkte auf 15,3%.

Unter dem Strich weist Clariant für das erste Semester 2017 einen Reingewinn von 153 Mio aus. Im Vorjahr hatte der Überschuss noch 128 Mio betragen. Gewinnzahlen zum zweiten Quartal alleine nennt Clariant nicht. Der Geldfluss aus betrieblichen Aktivitäten erreichte im ersten Halbjahr 116 Mio CHF; 2016 waren von Januar bis Juni 208 Mio zugeflossen.

Mit diesen Zahlen wurden die Analysten-Prognosen (AWP-Konsens) leicht übertroffen. Die Experten hatten durchschnittlich einen Umsatz von 1,52 Mrd CHF und vor Einmalkosten einen EBITDA von 223 Mio prognostiziert.

Wie Clariant weiter mitteilt, wird der Ausblick für 2017 bestätigt. Das Unternehmen geht weiter von einem nicht näher bezifferten Wachstum in Lokalwährung aus, sowie einer Verbesserung des operativen Cashflows. Auch der absolute EBITDA und die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten sollen steigen. Bestätigt wird auch das mittelfristige Ziel einer EBITDA-Marge vor Einmaleffekten von 16 bis 19%.

ZUSAMMENSCHLUSS AUF KURS

Der geplante Zusammenschluss mit der texanischen Huntsman ist laut Clariant auf Kurs; das Projekt soll wie ursprünglich anvisiert im Dezember 2017 oder im Januar 2018 abgeschlossen werden. Man sei sehr zuversichtlich hinsichtlich der Synergieziele in Höhe von über 400 Mio USD sowie den Steuerersparnissen von 25 Mio.

Clariant und Huntsman hätten sich auf eine gemeinsame strategische Ausrichtung verständigt, mit der mittel- wie langfristig eine nachhaltige Wertgenerierung gewährleistet werden solle. In Folge der komplementären Produktportfolios und Strukturen habe man zusätzliche organische Umsatzerlöse von jährlich rund 2% bei einer EBITDA-Marge von ca. 20% identifiziert, heisst es weiter.

Dem Zusammenschluss stünden auch "aller Voraussicht nach" keine regulatorischen Hindernisse im Weg.

Der Börsengang der Huntsman-Tochter Venator, eine Bedingung für den Deal, sei ebenfalls gut unterwegs. Die eigenständige Fremdfinanzierung von Venator von 750 Mio USD sei gesichert und die IPO-Roadshow in vollem Gange.

ra/cp

(AWP)