Comet begründet Ablehnung des Veraison-Kandidaten auch mit Altersgründen

(Meldung mit Reaktion von Veraison ergänzt) - Comet bleibt bei seiner ablehnenden Haltung: Beim Röntgenspezialisten soll Christoph Kutter Präsident des Verwaltungsrates werden und nicht der vom Grossaktionär Veraison portierte Heinz Kundert. Veraison kritisiert das Vorgehen des Unternehmens.
26.03.2019 13:15

Kundert sei in dem Suchprozess zwar auch als Kandidat involviert gewesen, teilte Comet in der am Dienstag publizierten Einladung zur Generalversammlung vom 25. April mit. Kutter habe sich aber als "klar geeignetster" Kandidat für die Position herausgestellt. Zudem könnte der 67-jährige Kundert dem Verwaltungsrat aus statutarischen Gründen höchstens noch 3 Jahre vorstehen. Das sei eine zu kurze Amtsdauer.

Kundert soll auch nicht als normales Mitglied in den Verwaltungsrat einziehen. Es brauche keine zusätzliche Kompetenz im Bereich Halbleitertechnologie oder Halbleitermarkt in dem Gremium. Entsprechend werden die beiden Veraison-Vorschläge zur Ablehnung empfohlen. Veraison hält gemäss der letzten Meldung gut 10 Prozent an Comet.

Auch zu den anderen von Veraison eingebrachten Traktanden sagt der Comet-Verwaltungsrat mehrheitlich Nein. Abgelehnt werden die verlangte Senkung der Hürde für die Einberufung einer Generalversammlung von heute 10 auf 5 Prozent und die Kürzung der Frist für die Eingabe von Traktanden von 45 auf 35 Tage vor der Generalversammlung. Befürwortet wird einzig die verlangte Senkung der Schwelle für Traktandierungsbegehren auf 3 Prozent.

Die Einladung sorgte für weitere Verstimmung bei Veraison. Sie missachte den allgemein anerkannten Transparenz- und Fairness-Gedanken für eine freie Meinungsbildung der Aktionäre, teilte der Grossaktionär mit. Entgegen der Zusicherung von Comet unterlasse es das Unternehmen in seiner Einladung zu GV, die Begründungen zu den Aktionärsanträgen von Veraison zu publizieren und damit allen Aktionären zugänglich zu machen. Zudem lasse das gewählte Vorgehen bei der Abstimmung des Verwaltungsratspräsidenten keine faire Wahl zu.

ra/kw

(AWP)