Comet erhöht Dividende und erwartet für 2017 Wachstum - Aktiensplit 1 zu 10

(Meldung ausgebaut, Aktiensplit) - Die Comet-Gruppe hat im Jahr 2016 deutliches Wachstum verbucht und die Marge gesteigert. Die Aktionäre sollen an dem Rekordergebnis durch eine höhere Dividende teilhaben. Um die Liquidität der zuletzt stark gestiegenen Aktien zu erhöhen ist zudem ein Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10 geplant.
15.03.2017 08:32

Die Aktionäre sollen für das Geschäftsjahr 2016 in den Genuss einer Ausschüttung von 12,00 CHF nach 11,00 CHF im Vorjahr kommen, wie die die Herstellerin von Röntgenmodulen und Vakuumkondensatoren am Mittwoch mitteilt. Dies entspricht einer Ausschüttung von 34% des Reingewinns.

Neben der Dividendenanhebung soll auch ein Aktiensplit die Attraktivität der Comet-Aktien steigern. Um die Liquidität der Titel zu erhöhen und die Handelbarkeit zu erleichtern, beantragt der Verwaltungsrat an der nächsten Generalversammlung einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10. Als Begründung wird auf den in den vergangenen Jahren stark gestiegen Kurs verwiesen. 2016 legte er um 44% zu und übertraf erstmalig die Marke von 1'000 CHF pro Aktie.

WACHSTUM UND REKORDGEWINN

Bereits Mitte Februar hatte Comet Eckwerte für 2016 publiziert und diese Zahlen nun bestätigt. Demnach verzeichnete die Gruppe im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatzanstieg um 18% auf 332,4 Mio CHF. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um ein Drittel auf 47,7 Mio CHF und die entsprechende Marge verbesserte sich um 160 Basispunkte auf 14,3%. Der Reingewinn schliesslich legte um knapp 60% auf den Rekordwert von 27,3 Mio CHF zu.

Starkes Wachstum habe insbesondere der Bereich X-Ray Systems (IXS) ausgewiesen, wobei jedoch hohe Investitionen in Knowhow und neue Funktionalitäten die Profitabilität belastet hätten. Hier stieg der Umsatz um rund 20% auf 121,4 Mio CHF. Aus zusätzlichen Investitionen sowie aus einem höheren Anteil am Projektgeschäft resultierte eine gegenüber Vorjahr tiefere EBITDA-Marge von 9,4% (VJ 12,7%).

Das Segment Industrial X-Ray Modules steigerte den Umsatz um 7,5% auf 69,6 Mio CHF. Haupttreiber seien die zerstörungsfreie Materialprüfung sowie die Sicherheitsprüfung gewesen, schreibt Comet. Aufgrund verbesserter operativer Effizienz sowie einer höheren Kapazitätsauslastung stieg der Gewinn auf Stufe EBITDA um rund 35% auf 16,5 Mio und die Marge verbesserte sich um 4,8 Prozentpunkte auf 23,7%.

Das Segment ebeam Technologies verbuchte aufgrund der Verschiebung grosser Aufträge im Systemgeschäft einen Umsatzrückgang um 6,6% auf 16,9 Mio CHF. Der hohe Auftragsbestand per Jahresende bestätige jedoch die Wachstumsstrategie, heisst es weiter. Aufgrund der weiter hohen Investitionen war der EBITDA mit minus 9,1 Mio (VJ -9,7 Mio) erneut negativ. Hier habe der Fokus auf der Integration der US-Tochter und auf dem Ausbau der Kapazitäten für Tetra Pak gelegen. Auch die Investitionen in den Bereichen Food und Digital Printing wurden erhöht.

WEITERES PROFITABLES WACHSTUM ERWARTET - MITTELFRISTZIELE BESTÄTIGT

Die positive Entwicklung der Gruppe soll sich auch im laufenden Jahr fortsetzen. Die Gesellschaft peilt erneut deutliches Wachstum an. Der Umsatz soll auf 370 bis 390 Mio CHF steigen, und die EBITDA-Marge soll zwischen 13% und 15% zu liegen kommen.

Verwaltungsrat und Management zeigen sich überzeugt, dass das Unternehmen auch in den kommenden Jahren kontinuierlich Mehrwert schaffen und das Wachstumsziel bis 2020 über unterschiedlich ausgeprägte Wachstumsstufen erreichen werde. Laut der bereits bekannten Mittelfristziele soll die Marge bis 2020 auf 16% bis 18% ansteigen, bei einem Umsatz von dann 500 Mio CHF. Grosses Potenzial sieht die Gruppe insbesondere im Internet der Dinge, im Trend zu 3D-Technologien, hochfunktionalen Materialien sowie der Nachfrage nach ressourcenschonenden, effizienten Prozessen.

yr/cf

(AWP)