Commerzbank: Neues Filialmodell gut angelaufen - Netz wird überprüft

(Ausführliche Fassung)
19.12.2016 07:50

FRANKFURT (awp international) - Die Commerzbank will weiterhin keine Abstriche bei ihrem dichten Filialnetz machen. "Ein Netz von etwa 1000 Filialen halte ich nach wie vor für richtig", sagte Privatkundenvorstand Michael Mandel der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. "Ich will auch, dass wir weiterhin rund 1000 Filialen haben. Aber dann kann ich nicht überall alles für jeden anbieten."

Gute Erfahrungen macht die Grossbank mit einem abgespeckten Modell, wie es seit dem 5. Dezember im Frankfurter Ostend getestet wird. "Das Modell City-Filiale ist gut angelaufen", bilanzierte Mandel.

Schon in der ersten Woche seien an dem neuen Standort 350 Besuche gezählt worden - häufig von Kunden der Konkurrenz. "Das belegt: Man kann in Deutschland noch neue Filialen aufmachen." In dieser City-Filiale können Kunden Konten eröffnen und Ratenkredite beantragen oder Überweisungen und Adressänderungen persönlich veranlassen.

Daneben setzt die Commerzbank auf grosse Niederlassungen mit umfassendem Angebot, sogenannte Flagship-Filialen. Davon gibt es bundesweit bisher fünf, 2017 sollen sieben weitere fertiggestellt werden. "Wir werden für alle unsere Filialen das passende Modell definieren. Wir überprüfen jeden Standort, es können auch neue Standorte dazukommen", kündigte Mandel an. "Was wir nicht machen, ist, unser Netz um 30 bis 50 Prozent einzudampfen."

Mandel betonte, bei der City-Filiale gehe es nicht darum, Personal einzusparen oder die Kosten zu drücken. "Die City-Filiale ist Teil eines intelligenten Filial-Managements. Sie hilft uns, flexibler und effizienter zu werden." Eine Erweiterung der Öffnungszeiten aufs Wochenende - wie vor Jahren getestet - sei nicht in Planung: "Samstagsöffnung ist derzeit kein Thema. Wir haben genug Spielraum, unsere Öffnungszeiten in den zukünftigen Flagship-Filialen anzupassen", sagte der Privatkundenchef./ben/DP/zb

(AWP)