Continental kappt Prognose - Mehrere Probleme im Autozuliefergeschäft

HANNOVER (awp international) - Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat wegen einer ganzen Serie von Problemen seine Gewinnprognose gekappt. Das operative Ergebnis im Autozuliefergeschäft werde um rund 480 Millionen Euro schwächer ausfallen als bislang erwartet, teilte der Dax -Konzern am Montagabend in Hannover mit. Darin spiegeln sich unter anderem einige Altlasten wider. So legte der Konzern für laufende Kartellverfahren sowie Gewährleistungsansprüche von Kunden mehr Geld zurück.
17.10.2016 18:52

Zudem ist ein Zulieferer in Japan stärker von einem Erdbeben betroffen worden, als bislang erwartet, was bei Conti zu einem Umsatzausfall führt. Schliesslich steigen die Kosten für die Entwicklung neuer Antriebe stärker als erwartet. Die Marge des Autozuliefergeschäfts werde daher statt bei gut 8,5 Prozent nur noch bei über 6,5 Prozent liegen.

AKTIENKURS FÄLLT UM DREI PROZENT

Das führt auch dazu, dass der Gesamtkonzern weniger Gewinn vom Umsatz behalten wird. Die operative Marge soll nun in diesem Jahr nur noch bei gut 10,5 Prozent und nicht mehr bei mehr als elf Prozent liegen. Im Vorjahr waren es 11,7 Prozent gewesen. Das Ziel von rund 41 Milliarden Euro (Vorjahr: 39,2) Umsatz bestätigte der Vorstand aber. Damit dürfte der Konzern operativ noch gut 4,3 Milliarden Euro verdienen.

Für Conti ist das ein herber Dämpfer. Der Konzern hatte die Prognose in diesem Jahr schon zweimal angehoben. Investoren zeigten sich denn auch enttäuscht. Im ausserbörslichen Handel bei Lang & Schwarz rutschte der Continental-Kurs um fast drei Prozent ab./enl/tos/he

(AWP)