Continental steckt mehr Geld in Elektroantriebe

(Ausführliche Fassung) - Der Autozulieferer Continental setzt zunehmend auf den Elektroantrieb als Geschäft der Zukunft. In die Entwicklung der Elektroantriebe sollten bis 2021 rund 300 Millionen Euro mehr als bislang vorgesehen fliessen, teilte der Dax -Konzern am Dienstag in Hannover mit. In den vergangenen fünf Jahren sei bereits eine Milliarde Euro investiert worden. In diesem Jahr will Conti in der gesamten Antriebssparte ein Umsatzplus von neun Prozent auf acht Milliarden Euro erreichen.
25.04.2017 09:58

Bis 2021 wolle Conti den Umsatz mit elektrifizierten Antrieben von zuletzt 130 Millionen auf dann bis zu eine Milliarde Euro steigern, sagte Spartenchef Jose Avila. Bis 2025 sieht er zusätzliches Umsatzpotenzial von zwei Milliarden Euro.

Continental-Vorstandschef Elmar Degenhart rechnet für 2025 mit einem Marktanteil für rein elektrische Antriebe von etwa zehn Prozent: "Die Autos der Zukunft werden elektrisch fahren." Für Hybridantriebe werde der Anteil voraussichtlich fast 30 Prozent betragen.

Vorgesehen ist, dass das Geschäft mit elektrischen Antrieben künftig den Rückgang der Umsätze bei konventionellen Antrieben "mehr als ausgleichen" wird. Conti rechnet damit, dass diese nach 2025 sinken werden. "Von den aktuellen Rückgängen im Dieselmarkt sind wir in Summe nur in sehr geringem Masse betroffen. Denn der Anteil des Pkw-Dieselgeschäfts am Konzernumsatz liegt heute unter zwei Prozent", erklärte Avila.

Infolge der steigenden Investitionen in den Elektrobereich klammert der Konzern das Geschäft nun bei den Renditezielen der Sparte aus. Ohne den Bereich mit elektrifizierten Antrieben werde aber 2019 weiter eine bereinigte Umsatzrendite (Ebit) von 10 Prozent in der Antriebssparte erwartet. Der Umsatz des Geschäfts mit Antrieben soll dann insgesamt 10 Milliarden Euro erreichen./men/tst/DP/stb

(AWP)