Conzzeta erzielt 2016 mehr Gewinn - Portfoliopflege dauert an

(Ausführliche Fassung) - Conzzeta hat im Geschäftsjahr 2016 Umsatz und Gewinn klar gesteigert. Entsprechend soll auch die Dividende erhöht werden. Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen organisches Wachstum sowie eine leicht verbesserte operative Marge in Aussicht. Die geltenden Mittelfristziele bestätigt der Mischkonzern trotz der laufenden Reorganisationen in den verschiedenen Divisionen.
21.03.2017 08:55

Der Umsatz legte um 6,4% auf 1,21 Mrd CHF zu. Auf vergleichbarer Basis, das heisst zu konstanten Wechselkursen und unter Berücksichtigung der Änderungen im Konsolidierungskreis, ergab sich ein Umsatzplus von 2,6%. Der Umsatzeffekt der drei 2016 getätigten Akquisitionen Hydra Sponge, DNE Laser und FMG belief sich auf insgesamt 47,7 Mio CHF, wie der Mischokonzern am Dientag mitteilt.

Mit der Übernahme von DNE Laser in China sowie der Umsetzung diverser Wachstumsinitiativen sei es gelungen, in der Region Asien sowohl akquisitorisch als auch organisch überproportional zu wachsen. Der Umsatzanteil von Asien erhöhte sich dadurch von knapp 20 auf gut 24%.

VERGLEICHBARE MARGE LEICHT VERBESSERT

Da der EBIT sich nur um 4,4% auf 84,4 Mio CHF erhöhte, fiel die entsprechende Marge um 20 Basispunkte auf 6,9% leicht zurück. Hier sind allerdings Kosten für die laufenden Wachstums- und Effizienzmassnahmen sowie Restrukturierungen von insgesamt 7,9 Mio CHF enthalten und damit mehr als im Vorjahr mit 4,1 Mio. Vergleicht man nur das fortgeführte Geschäft, so legte die Marge 2017 um 20 Basispunkte zu.

Der Reingewinn zog um 7,7% auf 63,9 Mio CHF an, wobei das Vorjahr noch einen Ergebnisanteil von 3,3 Mio aus aufgegebenen Geschäftsaktivitäten enthielt. Dass dennoch eine Steigerung in diesem Umfang gelang, ist einerseits auf das um 3,0 Mio verbesserte Finanzergebnis zurückzuführen. Andererseits profitierte der aktuelle Gewinn neu von Minderheitsanteilen in der Höhe von 3,7 Mio CHF, dies dank der Beteiligung von 51% an DNE Laser.

Die Dividende soll entsprechend der gültigen Ausschüttungspolitik um 10% auf 11 CHF je Namenaktie A und 2,20 CHF je Namenaktie B erhöht werden.

Nach einem zurückhaltenden ersten Halbjahr hätten Umsatz und Gewinn im zweiten Halbjahr deutlich zugelegt, heisst es weiter zum Geschäftsjahr. Die Vorjahreswerte waren dabei noch positiv beeinflusst von Beiträgen aus dem abgespaltenen Immobilienbereich Plazza, welche nun weggefallen sind.

Von den einzelnen Divisionen verzeichnete die grösste, Blechbearbeitung (Bystronic), mit einem Umsatzplus auf vergleichbarer Basis von 7,3% auf 652,8 Mio CHF, das stärkere Wachstum als die Division Chemical Specialties (Foam Partner und Schmid Rhyner) mit einem Plus von 4,2% auf 220,6 Mio. Die Division Sportartikel (Mammut Sports Group) büsste dagegen auf vergleichbarer Basis 2,9% an Umsatz ein und wies einen Wert von 233,4 Mio aus. Die Division Glasbearbeitung (Bystronic Glass) setzte mit 107,5 Mio gut 11% weniger um als im Vorjahr.

Mit Blick auf die EBIT-Marge schneiden Bystronic (9,7%) und Chemical Specialties (10,4%) deutlich besser ab als Mammut (0,5%) und Bystronic Glass (0,9%).

FITNESSKUR FÜR PORTFOLIO DAUERT AN

Alle Geschäftsbereiche arbeiteten indes an der Umsetzung differenzierter Planungen mit dem Ziel, das Wachstum zu beschleunigen und die Profitabilität nachhaltig zu steigern, so Conzzeta. In diesem Zusammenhang werden auch die Mittelfristziele bestätigt: Angestrebt wird ein Umsatzwachstum von über 5%, eine EBIT-Marge im Bereich von 8 bis 10% sowie eine Verzinsung der betrieblichen Nettoaktivitäten von über 15%.

Im Rahmen der Konzernstrategie werde von jedem Geschäftsbereich ein entsprechender Ergebnisbeitrag erwartet. Allerdings werde das Segment Sportartikel "im Kontext des laufenden mehrjährigen Strategieprogrammes" vorerst hinter diesen Vorgaben zurückbleiben, ebenso das Segment Bystronic Glass. Dort soll die laufende Restrukturierung bis Ende 2017 abgeschlossen sein.

Für das Geschäftsjahr 2017 beurteilt das Unternehmen das bestehende operative Umfeld "aufgrund der verschiedenen politischen und makroökonomischen Unsicherheiten als tendenziell schwankungsanfällig und regional weiterhin uneinheitlich". Unter Berücksichtigung dieser Unsicherheiten geht das Unternehmen dennoch von einem organischen Umsatzwachstum sowie von einer leicht verbesserten EBIT-Marge aus.

cf/rw

(AWP)