Coop steigert Umsatz 2016 - Vorjahreseinbusse aufgeholt

(Meldung durchgehend ergänzt)
05.01.2017 12:08

Bern (awp/sda) - Die Coop-Gruppe hat im vergangenen Jahr den Umsatz auf 28,3 Mrd CHF gesteigert. Nach einer Flaute im Vorjahr betrug das Wachstum damit nun 5,1%. Im gewichtigen Detailhandel allerdings tritt der Konzern an Ort.

Im ganzen Detailhandel betrug der Umsatz 17,2 Mrd, wie Coop am Donnerstag mitteilte. Das ist etwas weniger als im Vorjahr, als Coop 17,3 Mrd CHF erwirtschaftet hatte.

Dabei kamen die Supermärkte auf einen Umsatzanteil von 10,3 Mrd; das sind 0,2 Mrd weniger als im Vorjahr. Auf Anfrage wird dieses Minus damit erklärt, dass neu die Restaurants separat ausgewiesen würden - auf gleicher Basis sei der Umsatz genau gleich geblieben. Die meisten Fachformate legten derweil zu.

Coop schreibt von einer trotz "schwierigem Marktumfeld" um 2,6% gestiegenen Kundenfrequenz in den Supermärkten. Man habe im Detailhandel Marktanteile gewonnen.

GROSSHANDELSSPARTE LEGT KRÄFTIG ZU

Deutlich runder lief es 2016 dem zweitgrössten Coop-Standbein, der Sparte Grosshandel/Produktion: Hier stieg der Nettoerlös um 15,2% auf 12,2 Mrd CHF - dies nach einem auch währungsbedingten Taucher von 5,2% im Vorjahr.

Auf die Transgourmet-Gruppe mit Cash&Carry-Märkten und Belieferungsgrosshandel entfiel davon 8,5 Mrd. Mit einem Wachstum von 14,4% habe Transgourmet ihre Position ausgebaut als zweitgrösstes Unternehmen im europäischen Abhol- und Belieferungsgrosshandel.

Nach oben zeigen ebenso die Umsätze der Onlinehändler, die zu Coop gehören: Diese Sparte legte um 14,1% auf einen Nettoerlös von 1,4 Mrd zu. Der Detailhandel-Onlinesupermarkt Coop@home kam dabei auf Erlöse von 129 Mio CHF, was ein Plus von 7,2% gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Im Jahr 2015 hatte Coop als Schweizer Nummer zwei nach der Migros Einbrüche bei Umsatz und Gewinn hinnehmen müssen. Nun aber gibt sich Coop optimistisch: Das Unternehmen habe Marktanteile gewinnen können. Das Umsatzwachstum auf Gruppen-Ebene war erwartet worden.

Gewinnzahlen gibt es erst an der Bilanzmedienkonferenz am 14. Februar.

(AWP)