Cosmo erzielt 2016 höheren Umsatz - Erwartet 2017 deutlichen Kostenanstieg

Das an der Schweizer Börse kotierte Pharmaunternehmen Cosmo hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem höheren Umsatz abgeschlossen. Dass der Gewinn mit 19,3 Mio EUR gegenüber 2015 (248,2 Mio EUR) deutlich niedriger ausfällt, liegt daran, dass seinerzeit durch den Börsengang der Dermatologie-Tochter Cassiopea ein ausserordentlicher Gewinn angefallen war. Für den weiteren Geschäftsverlauf stellt Cosmo wegen des Ausbaus der US-Aktivitäten deutlich höhere Kosten in Aussicht.
24.03.2017 07:58

Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2016 liegt laut Medienmitteilung vom Freitag mit 67,7 Mio EUR um 11,6% über dem Vorjahreswert. Auf Kostenseite haben sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 8,3 Mio EUR mehr als halbiert (VJ: 23,1 Mio). Die Vertriebs- und Verwaltungskosten beziffert das Unternehmen auf 15,7 Mio EUR (VJ: 22,9 Mio EUR). Zum Vergleich: In Analystenkreisen war beim Umsatz eine Grössenordnung von gut 66 Mio bzw. knapp 64 Mio EUR genannt worden.

Damit ergibt sich ein Vorsteuergewinn von 27,5 Mio EUR, nach 254,3 Mio im Jahr 2015. Netto kam der Gewinn bei 19,3 Mio EUR zu liegen (VJ 248,2 Mio). Die Zahlen für 2015 waren allerdings durch den IPO der Cassiopea geprägt, durch den Cosmo einen aussergewöhnlichen Gewinn in Höhe von 257,8 Mio verbucht hatte.

Wichtiger noch als die Zahlen sind dieses Mal aber die Aussagen zur geplanten US-Expansion. Hierfür gibt das Management um CEO Alessandro Della Chà die nächsten Schritte vor: Im Mai soll das Mittel Eleview auf dem US-Markt lanciert werden. Für Europa laufe die Partnersuche noch. Eleview ist eine injizierbare Komposition, mit der Polypen und Adenomas während einer Kolonoskopie sicherer und schneller entnommen werden können.

Gleichzeitig stellt Cosmo Zulassungsanträge für das Kontrastmittel LuMeBlue sowie für Rifamycin im laufenden Jahr in Aussicht. Dies Pläne zusammen mit dem Ausbau der US-Aktivitäten dürften die Kosten 2017 deutlich nach oben treiben, stellt Cosmo in der Mitteilung in Aussicht. Mit Blick auf die Barmittel, erklärt das Unternehmen, Mittel zur Finanzierung der geplanten Expansion in den USA seien hinreichend vorhanden.

hr/tp

(AWP)