Crealogix ist im Geschäftsjahr 2015/16 stark gewachsen - kleiner Verlust bleibt

(Ergänzt um weitere Kennzahlen und Aussagen)
20.09.2016 09:47

Zürich (awp) - Das auf Bankensoftware spezialisierte Unternehmen Crealogix hat im Geschäftsjahr 2015/16 beim Umsatz kräftig zugelegt, den Sprung in die Gewinnzone aber knapp verpasst. Die Übernahme von Elaxy und die Investitionen in die Produktpalette zeitigten ein starkes Wachstum und eine deutliche Verbesserung der Gewinnzahlen. Auch im nächsten Geschäftsjahr will Crealogix im zweistelligen Prozentbereich wachsen.

Der Nettoerlös erhöhte sich im per Ende Juni zu Ende gegangenen Geschäftsjahr laut Mitteilung vom Dienstag um 28% auf 63,3 Mio CHF. Die Lizenzerlöse (inkl. Hosting etc.) legten dabei um 34% auf 38,2 Mio CHF zu, die Erlöse aus Dienstleistungen um 21% auf 25,1 Mio CHF.

Operativ (Stufe EBITDA) verbesserte sich das Unternehmen auf +3,7 Mio CHF von -10,6 Mio CHF im Vorjahr, was einer Marge von +5,8% (-21,4%) entspricht. Unter dem Strich verbuchte Crealogix einen Verlust von 0,6 Mio CHF, nach einem Fehlbetrag von 10,3 Mio im Vorjahr. Damals waren aufgrund der Marktexpansion die Kosten für die Realisierung der Digital Banking Plattform markant angestiegen, was zu einem deutlichen Verlust geführt hatte.

INVESTITIONEN HABEN SICH GELOHNT

Diese Investitionen scheinen sich nun auszuzahlen, da laut Crealogix insbesondere der Digital Banking Hub, welcher in dieser Berichtsperiode voll zum Tragen kam, zum positiven Ergebnis beigetragen hat. Neben der Skalierung dieses Produktangebots hätten aber auch Kostensenkungsmassnahmen gegriffen, heisst es weiter.

"Wir beginnen die Früchte unserer beträchtlichen Investitionen in die neue Produktplattform Digital Banking Hub zu ernten", lässt sich CEO Thomas Avedik zitieren. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung seien dementsprechend mit gut 13% des Umsatzes in dieser Berichtsperiode auf einem hohen Niveau gewesen.

Die Übernahme von Elaxy im Januar 2016 hat ebenfalls zum starken Wachstum beigetragen. Durch die Transaktion sicherte sich das Unternehmen einen deutschen Kundenkreis von rund 380 Volks- und Raiffeisenbanken sowie rund 120 Sparkassen und erschloss sich einen zweiten Heimmarkt neben der Schweiz, wie es heisst.

Der Zukauf sei auch im Hinblick auf eine breiteres Angebotsspektrum getätigt worden. Nun verfüge man über Produkte für die interaktive digitale Bankberatung im Bereich Vorsorge, Finanzmanagement und -planung. Auch onlinebasierte Lösungen für die Vermögensverwaltung (Robo Advisory und Hybrid Advisory) seien hinzugekommen.

WEITERHIN ZWEISTELLIGES WACHSTUM ANGEPEILT

Mit dem Umsatz erreichte das Management das selbstgesteckte Umsatzziel. Ende März sagte Avedik in einem Interview, dass man inklusive der Akquisitionen für das gesamte Geschäftsjahr mit einem Wachstum von über 20% bzw. einem Jahresumsatz von über 60 Mio CHF rechnet.

Im Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung bleibt die Unternehmensleitung aber vorsichtig. Der strategische Fokus liege auf dem Wachstum mit Softwareprodukten, heisst es. Zudem wolle man sich auf die beiden Heimmärkte Schweiz und Deutschland sowie auf Grossbritannien konzentrieren.

Aufgrund des unsicheren Marktumfelds, das gemäss Crealogix Investitionsentscheide von Kunden verzögern könnte, ist das Management mit konkreten Wachstumsprognosen für 2016/2017 zurückhaltend. Die Geschäftsleitung rechnet bis anhin mit einem weiteren Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich und einem nochmals höheren EBITDA als 2015/2016.

sta/uh

(AWP)