Crealogix schreibt wieder Gewinn und bezahlt eine Dividende

(Mit weiteren Angaben ergänzt) - Der Finanzsoftwareanbieter Crealogix hat im Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende Juni) markant mehr Umsatz erzielt und unter dem Strich die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Die Aktionäre sollen nach einer zweijährigen Pause wieder in den Genuss einer Dividende kommen. Die Wachstumsgeschichte soll 2017/18 und darüber hinaus im ähnlichen Stil weitergehen.
19.09.2017 08:35

Die Nettoerlöse stiegen im vergangenen Geschäftsjahr um 18% auf 74,9 Mio CHF. Währungsbereinigt hätte sogar ein Plus von 20% resultiert, wie das Zürcher Unternehmen am Dienstag mitteilt.

"Wir sehen, dass unsere neuste Generation der Fintech-Produkte den heutigen Marktbedürfnissen der Banken entsprechen", lässt sich CEO Thomas Avedik in der Mitteilung zitieren. Konkret erwähnt werden Angebote im Bereich Mobile-Banking und digitaler Unterstützung im Beratungsprozess.

Auf Kurs ist die Gesellschaft auch mit der Internationalisierung. Erstmals hätten schweizerische und ausländische Kunden gleich viel zum Umsatz beigetragen, heisst es. Im Vorjahr hatte der Auslandanteil erst 45% betragen, im Jahr davor sogar erst 32%.

EBITDA BEINAHE VERDOPPELT

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA verdoppelte sich in der Folge beinahe auf 7,3 Mio CHF (VJ 3,6 Mio), was einer Marge von 10% entspricht. Beim Ergebnis resultierte ein Plus von 1,4 Mio CHF, nachdem im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 0,6 Mio CHF resultiert hatte. Letztmals hatte das Unternehmen 2012/2013 schwarze Zahlen geschrieben.

Die Gruppe sei finanziell gesund und gut finanziert, wird ausserdem betont. Das Management verweist auf den markant höheren Free Cashflow von 7,0 Mio CHF (VJ 0,7 Mio) und die Eigenkapitalquote von 37% (33%).

WIEDER DIVIDENDE

Mit den Resultaten erreichte das Management die eigenen Ziele. Er wurde ein zweistelliges Umsatzwachstum und ein "signifikant höherer EBITDA" in Aussicht gestellt.

Die Aktionäre sollen nun wieder in den Genuss einer Dividende kommen, so wird nach zweijähriger Pause eine Ausschüttung in der Höhe von 0,50 CHF pro Aktie vorgeschlagen. Damit würden die Stärke und die positiven Ertragsaussichten unterstrichen, schreibt das Management zur Begründung.

HÖHERE MITTELFRISTZIELE

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017/18 ist zuversichtlich. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten im aktuellen Marktumfeld rechnet das Management auch für 2017/2018 mit einem zweistelligem Umsatzwachstum und einer weiteren Steigerung des EBITDA.

Modifiziert wurden ausserdem die mittelfristigen Zielvorgaben: So soll das internationale Geschäft in Zukunft mindestens 70% zum Umsatz beisteuern (bisheriges Ziel: >50%) und die EBITDA-Marge mindestens 15% (>10%) betragen. Unverändert ist das Wachstumsziel, wonach der Umsatz jährlich um mindestens ein Fünftel zulegen soll.

rw/cf

(AWP)