Credit Suisse-CEO: IPO Schweizer Geschäft ist nur eine Option für Zusatzkapital

Tidjane Thiam, CEO der Grossbank Credit Suisse, hat den im Herbst 2015 angekündigten Teilbörsengang der Schweizer Einheit anfänglich noch als strategischen Schritt dargestellt. Zuletzt beschrieb er ihn noch als Option. Eine Option unter anderen, wie Thiam am Dienstag in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" erklärte.
21.03.2017 19:14

"Wir analysieren noch. Denn neben dem IPO besteht nach der Einigung mit der US-Justiz eine breite Palette weiterer Optionen. Wir werden so bald wie möglich weitere Details kommunizieren", so Thiam wörtlich.

Aber der IPO-Plan erfülle seinen Zweck, so Thiam. "Er stellt für Investoren und Kunden eine Rückversicherung dar, dass Credit Suisse Zugang zu zusätzlichem Kapital hat", erklärt der CS-Chef. Dass die Bank noch Kapital benötige, sei aber klar: "Ja, das tun wir". Die Bandbreite sei nun aber enger als die zuvor angestrebten 2 bis 4 Mrd CHF, so Thiam.

Der Milliardenverlust der Credit Suisse im letzten Geschäftsjahr bereitet Thiam keine Sorgen; er verweist in diesem Zusammenhang auf Altlasten. "Das Tagesgeschäft der Bank ist profitabel", betonte der CS-Chef. Und das Altlastenportfolio sei seit seinem Amtsantritt um fast 40% reduziert worden. Er gehe davon aus, dass sich bis Ende 2018 der negative Einfluss des Altlastenportfolios auf das Ergebnis "signifikant" reduzieren werde.

ra/

(AWP)