Credit Suisse passt Struktur von Swiss Universal Bank und APAC an

(Umgeschrieben, ergänzt um mehr Details und Aktienkurs sowie Kommentar) - Die Credit Suisse hat wegen einer veränderten Organisation der Divisionen Swiss Universal Bank (SUB) und Asia Pacific (APAC) historische Finanzdaten veröffentlicht. Die Änderungen haben keinen Einfluss auf die konsolidierten Ergebnisse der Gruppe. Gleichzeitig spricht die Bank von einem weiterhin "verhaltenen" Umfeld für das Handelsgeschäft in Asien-Pazifik im ersten Quartal 2017.
05.04.2017 13:31

Für die beiden genannten Divisionen legte die Grossbank angepasste historische Finanzergebnisse für alle Quartale der Jahre 2014 bis 2016 sowie für die vollständigen Geschäftsjahre 2012 und 2013 vor. Beginnend mit den Ergebnissen für das erste Quartal 2017 werde die neue Berichtsstruktur angewandt, teilte das Finanzinstitut am Mittwoch mit.

Die Anpassungen in der Schweizer Einheit hatte Thomas Gottstein, CEO der Division, am Investorentag Anfang Dezember 2016 in einem Vortrag angekündigt. Per 1. Januar 2017 wurde bei der SUB aus dem Bereich "Private Banking" "Private Clients" und aus "Corporate & Institutional Banking" "Corporate & Institutional Clients". Unterteilt ist ersterer in "Private & Wealth Management Clients" sowie "Premium Clients" und zweiterer Bereich in "Corporate Clients" sowie "Institutional Clients".

Damit setzt die SUB vier Geschäftsbereiche für die Kundenbetreuung ein. Die wichtigste Veränderung war der Transfer des Bereichs "External Asset Managers" vom früheren Bereich "Private Banking" zum früheren Bereich "Corporate & Institutional Banking".

SCHWACHES HANDELSGESCHÄFT IN APAC

In der Division APAC umfasst der neue Geschäftsbereich "Wealth Management & Connected" die Aktivitäten bezüglich Vermögensverwaltung (vormals Private Banking) und Finanzierung, Emissionen und Beratung für diese Kundengruppe (vormals Teil des Investment Banking). Der neue Geschäftsbereich Markets (ebenfalls vormals Teil des Investment Banking) repräsentiert den Anleihen- und Aktienhandel in Asia Pacific. Die Margenberechnungen für den Bereich Wealth Management & Connected stünden weiterhin im Einklang mit den Performancekennzahlen des früheren Bereichs Private Banking und den damit verbundenen verwalteten Vermögen, heisst es am Mittwoch.

Die Performance der Division APAC habe im ersten Quartal 2017 den im letzten Jahresviertel 2016 beobachteten Trends entsprochen. Diese wiederspiegelten eine anhaltende Dynamik in "Wealth Management & Connected", allerdings ein verhaltenes Umfeld für "Markets". Damit bestätigte die Bank am Mittwoch von Finanzchef David Mathers bereits Anfang März gemachte Aussagen.

An der Börse legen Credit Suisse am Mittwoch gegen 13.20 Uhr mit 0,3% im Plus, während der SMI leicht tiefer steht (-0,2%). Die historischen Ergebnisse würden einen Verlust für APAC Markets im vierten Quartal 2016 ausweisen, kommentiert die UBS die neuen Daten. Nachdem gesagt wurde, dass die Trends im Grossen und Ganzen ähnlich geblieben seien, stelle sich die Frage, ob hier auch im ersten Quartal 2017 ein Verlust erlitten worden ist, schreiben die zuständigen UBS-Analysten. Zumindest gehen sie nach den Aussagen aber von einem schwachen Geschäft in Markets in Asien-Pazifik aus.

ys/cp

(AWP)