Credit Suisse stutzt Rendite-Ziele - Mittelfristig weiterhin über 12% angestrebt

Die Credit Suisse ist bei den Profitabilitätszielen zurückgerudert. Neu rechnet die Grossbank im zu Ende gehenden Jahr nur noch mit einer Rendite auf dem materiellen Eigenkapital (RotE) von "über 8 Prozent". Zuvor sollte diese Kennzahl 2019 noch bei 10 bis 11 Prozent zu liegen kommen.
11.12.2019 07:31

Des Weiteren soll sich die Rendite dann 2020 "bei günstigen Marktbedingungen" um rund 175 Basispunkte verbessern mit zusätzlichem Aufwärtspotenzial, wie die CS am Mittwoch im Vorfeld des diesjährigen Investorentags in London mitteilte.

Ursprünglich sollte die RoTE-Rendite im kommenden Jahr 11 bis 12 Prozent erreichen, und ab 2021 dann auf über 12 Prozent ansteigen. Mittelfristig seien über 12 Prozent immer noch das Ziel, heisst es nun.

Die Bank will ihre Produktivität durch Kostendisziplin weiter steigern. "Wir haben in unser Geschäft investiert und weitere Gelegenheiten zur Ertragssteigerung gesucht, gleichzeitig aber unsere Kostendisziplin beibehalten und dadurch während der Restrukturierung und im Jahr 2019 eine anhaltend positive operative Effizienz erzielt", heisst es in der Mitteilung. Diszipliniertes Kostenmanagement und bankweit zusätzliche Effizienzen blieben weiterhin im Fokus.

Kapitalrückführung bestätigt

Derweil bestätigte die Bank ihre Pläne zur Kapitalrückführung. 2019 und 2020 sollen die Investoren nach wie vor jeweils mindestens 50 Prozent des Reingewinns erhalten. Im laufenden Jahr sollen daher Aktien im Wert von mindestens 1 Milliarde bis zu 1,5 Milliarden zurückgekauft werden. Im neuen Jahr ist ein Rückkauf in ähnlichem Umfang vorgesehen.

Zudem soll die Dividende jährlich um mindestens 5 Prozent ansteigen. Für 2019 würde sich damit eine Dividende von mindestens 0,2756 Franken ergeben - nach einer Ausschüttung von 0,2625 Franken je Aktie für 2018.

Mit Blick auf das laufende Geschäft heisst es zudem, im bisherigen Verlauf des vierten Quartals habe sich der Geschäftsverlauf gegenüber Vorjahr verbessert. Das Weihnachtsquartal fällt wegen der Feiertage üblicherweise schwächer aus. Auch belasten die CS die anhaltenden geopolitischen Spannungen.

Nach Divisionen betrachtet halte in der Schweizer Einheit der mit dem Negativzinsumfeld verbundene Druck an. Dieser dürfte sich den Erwartungen zufolge 2020 jedoch erheblich abschwächen. In der Zwischenzeit seien etwa Möglichkeiten identifiziert worden, diesen Druck durch Immobilienverkäufe zu mindern. Mindestens ein Immobilienverkauf werde voraussichtlich noch im vierten Quartal abgeschlossen.

APAC und Global Markets entwickelten sich bisher derweil "deutlich besser" als im für diese Bereiche besonders anspruchsvollen vierten Quartal 2018. Bei IBCM rechnet die CS für 2019 allerdings insgesamt mit einem Verlust.

ys/uh

(AWP)

 

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