CS-CEO: Abflüsse in der Schweiz im Q3 - Weniger externe Vermögensverwalter

(Ergänzt um mehr CEO-Aussagen an Konferenz)
27.09.2016 12:06

London (awp/sda/reu) - Die Credit Suisse hat ihre Anleger auf Geldabflüsse in der Schweiz im dritten Quartal eingestimmt. Die Credit Suisse beende die Zusammenarbeit mit einer Reihe von externen Vermögensverwaltern, sagte Konzernchef Tidjane Thiam an einer Finanzkonferenz der Bank of America Merrill Lynch in London am Dienstag.

"Ich glaube, dass das Risiko-Reduktion ist." Externe Vermögensverwalter sind selbstständige Firmen, die Kunden betreuen, die Vermögen aber bei Banken wie der Credit Suisse gebucht haben. Nicht alle Vermögensverwalter haben dieselben hohen Standards bezüglich der Herkunft der Gelder wie die grossen Institute.

Mit Beginn der Rede von Thiam gab der Kurs der CS-Aktien deutlich ab und fiel bis auf ein bisheriges Tief bei 12,24 CHF. Aktuell notiert er 3,4% tiefer bei 12,36 CHF - in einem ansonsten leicht schwächeren Gesamtmarkt (SMI: -0,3%).

4'800 VON 6'000 STELLEN ABGEBAUT

Des weiteren sieht sich die Grossbank mit ihren Bemühungen, die Kosten zu reduzieren, auf Kurs. So sei man etwa auf dem richtigen Weg, die Mitarbeiterzahl 2016 wie gewollt zu reduzieren, sagte CEO Tidjane Thiam laut den Präsentationsunterlagen.

Per heute, Dienstag, sei der Personalbestand um 4'800 von den angepeilten 6'000 Stellen weltweit abgebaut worden. Damit will die Bank in diesem Jahr noch weitere 1'200 abbauen.

Seit einem Jahr befindet sich die Grossbank in einem grundlegenden Umbau. Nachdem Thiam im Juli 2015 den Chefposten übernommen hatte, wurde im Oktober vergangenen Jahres eine neue Strategie kommuniziert - inklusive Sparmassnahmen und Stellenabbau.

Im März 2016 wurde dann eine beschleunigte Restrukturierung angekündigt, mit der erstmals der Abbau von 6'000 Stellen im laufenden 2016 als neue Zielmarke genannt wurde.

ys/ra

(AWP)