CS erzielt im zweiten Quartal Gewinn von 303 Mio CHF

Die Credit Suisse hat das zweite Quartal 2017 etwa im Rahmen der Markterwartungen abgeschlossen. Der Gewinn der Gruppe belief sich auf 303 Mio CHF nach 596 Mio im Vorquartal und 170 Mio CHF im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn lag im Berichtsquartal bei 582 Mio nach 670 Mio bzw. 199 Mio. Die Gesamterträge des Konzerns erreichten 5,21 Mrd CHF.
28.07.2017 06:54

Im Durchschnitt war von Analysten mit einem Reingewinn von 309 Mio, einem Vorsteuergewinn von 428 Mio sowie Erträgen von 5,24 Mrd CHF gerechnet worden.

Die Grossbank sei im ersten Halbjahr 2017 dank der positiven operativen Effizienz profitabel gewesen, sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal, teilt die CS am Freitag mit.

Alle Divisionen erzielten im zweiten Quartal ein positives Ergebnis und lagen grösstenteils über den Prognosen für die Vorsteuergewinne. "Die erste Halbzeit der Umsetzung unseres strategischen Dreijahresplans liegt hinter uns und unsere Strategie bewährt sich: Wir machen gute Fortschritte im Hinblick auf unsere wichtigsten Ziele", so CEO Tidjane Thiam laut Mitteilung. Der Fokus auf das globale Vermögensverwaltungsgeschäft zahle sich aus. Dies zeige sich an den steigenden Netto-Neugeldern und den weltweit verwalteten Vermögen in Rekordhöhe.

Die Vermögensverwaltung zog in den Kerndivisionen insgesamt Neugelder von netto 12,1 Mrd CHF an. Und die verwalteten Vermögen stiegen auf 1'307,3 Mrd nach 1'304,2 Mrd CHF Ende März.

In den nicht-strategischen Geschäften ergab sich dagegen ein Minus von 563 Mio. Man mache aber "gute Fortschritte" bei der Abwicklung der Strategic Resolution Unit (SRU). Die Leverage-Risikoposition sei im zweiten Quartal um 8 Mrd USD gesenkt worden, was einer Reduktion um 10% gegenüber dem Vorquartal und um 49% im Vorjahresvergleich entspreche.

Auch sieht man sich bei den Kosteneinsparungen auf Kurs. Das Kostenziel für 2017 von unter 18,5 Mrd CHF dürfte erreicht werden. Der bereinigte Geschäftsaufwand zu konstanten Wechselkursen sei im ersten Halbjahr 2017 um 6% zum Vorjahr zurückgegangen.

Nachdem im Juni eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 4,1 Mrd abgeschlossen wurde, verbesserte sich zudem die Kapitalisierung gemessen an der harten Kernkapitalquote (CET1 nach Basel III, look-through). Sie stieg auf 13,3% von 11,7% Ende März und die Leverage Ratio auf 5,2% nach 3,3%.

Mit Blick in die Zukunft gibt sich die Bank indes vorsichtig. Die momentane tiefe Volatilität, geopolitische Unsicherheiten und Phasen geringer Kundenaktivität dürften die marktabhängigeren Geschäfte beeinträchtigen, heisst es. "Trotz des stetigen Kundendialogs, den wir in der Vermögensverwaltung und im Investment Banking pflegen, dürften sich übliche saisonale Effekte im dritten Quartal auf die Marktaktivität auswirken." Grundsätzlich gehe man jedoch von einer weiterhin gut gefüllten Pipeline im Jahresverlauf aus.

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(AWP)