CS muss in Mosambik-Affäre fast 475 Millionen Dollar zahlen - Auflagen der Finma

Die Mosambik-Affäre wird für die Credit Suisse teuer. Die Grossbank habe einer Zahlung von fast 475 Millionen Dollar zugestimmt, teilte die US-Börsenaufsicht SEC am Dienstagabend in einem Communiqué mit. Zudem verhängte die Schweizer Finma Auflagen für Kreditgeschäfte.
19.10.2021 21:04

Die Credit Suisse habe im Zusammenhang mit Kreditgeschäften aus dem Jahr 2013 mit Staatsunternehmen aus Mosambik schwer gegen das Organisationserfordernis und die geldwäschereirechtliche Meldepflicht verstossen, teilte die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma ihrerseits am Abend mit. Deshalb verhängt die Finma Auflagen für das Kreditneugeschäft der Credit Suisse mit finanzschwachen und korruptionsanfälligen Staaten. Damit schliesse die Finma ein Verfahren zur Durchsetzung des Aufsichtsrechts ab.

Konkret ging es um zwei vom Staat Mosambik garantierte Kredite von insgesamt einer Milliarde Dollar an zwei mosambikanische Staatsgesellschaften. Mit diesen Krediten, die fast sechs Prozent des Bruttoinlandproduktes von Mosambik ausgemacht hätten, sollten vor allem Küstenwachschiffe sowie eine Thunfischfangflotte finanziert werden, erklärte die Finma. Dabei habe die Grossbank Hinweise auf Zweckentfremdung der Kreditgelder gehabt und schwer gegen die Meldepflicht von Geldwäscherei verstossen.

jb/

(AWP)