CS sieht sich auf Kurs und verkündet Kostenziel von 16,5 bis 17 Mrd CHF ab 2019

Die Credit Suisse hat anlässlich ihres Investorentages 2017 Ziele über das Jahr 2018 hinaus verkündet. So solle etwa die Kostenbasis in den Jahren 2019 und 2020 zwischen 16,5 und 17 Mrd CHF liegen, teilte die Grossbank am Donnerstag mit. Das Ziel bis Ende 2018 von unter 17 Mrd wurde indes bestätigt. 2017 werden die Kosteneinsparungen bei brutto 4,1 Mrd CHF erwartet, was Gesamtkosten von rund 18 Mrd ergibt.
30.11.2017 07:39

Weiterhin zuversichtlich gibt sich die Credit Suisse mit Blick auf die Profitabilitätsziele der einzelnen Divisionen bis 2018. Im letzten Jahr des dreijährigen Restrukturierungsplans bleibe man engagiert, die im vergangenen Jahr angekündigten Vorsteuergewinnziele der Divisionen Swiss Universal Bank (SUB), International Wealth Management (IWM), Investment Banking & Capital Markets (IBCM) und Global Markets (GM) zu erreichen, heisst es.

Im Wealth Management sowie den zugehörigen Geschäften in Asia Pacific (APAC) rechnet die Bank zudem damit, das Ziel eines bereinigten Vorsteuergewinns von 700 Mio CHF vorzeitig zu erreichen. Daher werde das neue Ziel für 2018 auf 850 Mio CHF gesetzt. In der Strategic Resolution Unit (SRU) wird der erwartete Vorsteuerverlust für 2018 weiterhin mit 1,4 Mrd USD beziffert. 2019 sollte er lediglich noch 0,5 Mrd erreichen - nach zuvor in Aussicht gestellten 0,8 Mrd. Auf Gruppenebene soll das Renditeziel (RoTE) 2019 "10 bis 11%" erreichen und 2020 "11 bis 12%".

In den Jahren 2018 und 2020 will die Credit Suisse ausserdem mit einer harten CET1-Kernkapitalquote (Basel III, look-through) von "über 12,5%" agieren. Letztendlich sei das Ziel, ab 2019 die Ausschüttung an die Aktionäre zu erhöhen. 50% des Reingewinns soll in Form von Aktienrückkäufen und Sonderdividenden rückgeführt werden.

"Unsere Strategie funktioniert", sagte CEO Tidjane Thiam in der Mitteilung. Die Credit Suisse habe profitables Wachstum erzielt, Risiken im Handel reduziert und die Compliance und Kontrollen verbessert. Auch sei die Kostenbasis nachhaltig gesenkt worden, und die Verluste aus Altlasten seien signifikant reduziert worden. Für das Gesamtjahr 2017 bestätigte Thiam die Anfang November anlässlich der Zahlen zum dritten Quartal gemachten Aussagen.

ys/uh

(AWP)