CS-Tochter Neue Aargauer Bank steigert Halbjahresgewinn um 7,6 Prozent

Die Credit-Suisse-Tochter Neue Aargauer Bank (NAB) hat im ersten Semester 2018 den Geschäftserfolg und den Reingewinn gesteigert. Wachsen konnte die Bank insbesondere im Anlagegeschäft.
28.08.2018 11:45

Der Halbjahresgewinn stieg um 7,6 Prozent auf 65,0 Millionen Franken und der Geschäftserfolg um 8,1 Prozent auf 79,9 Millionen Franken, wie die NAB am Dienstag mitteilte.

Dazu trugen unter anderem Kostensenkungen bei. Dank Effizienzsteigerungen und einem strikten Kostenmanagement habe die NAB den Geschäftsaufwand um 3,7 Prozent auf 84,1 Millionen Franken gesenkt, hiess es in der Mitteilung. Auf der anderen Seite legte der Erfolg aus dem ordentlichen Bankgeschäft um 0,7 Prozent auf 165,7 Millionen Franken zu.

Wachsendes Anlagegeschäft

Wachsen konnte die CS-Tochter beim Anlagegeschäft. So konnte die NAB unter dem Strich 398,3 Millionen Franken an Neugeldern einsammeln. Das ist zwar weniger als im Vergleichszeitraum, allerdings liegt das am Verzicht auf das Geschäft mit den externen Vermögensverwaltern. Das Volumen der Anlagelösungen stieg um 31 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken, das Volumen der Vermögensverwaltungsmandate um 8,2 Prozent auf 4,1 Milliarden Franken.

Insgesamt betreute die NAB per Ende Juni Kundenvermögen von 17,9 Milliarden Franken. Aufgrund der grossen Nachfrage im Anlagegeschäft konnte das Institut 34,7 Millionen Franken mit Kommissionen und Dienstleistungen einnehmen, ein Plus von 7,4 Prozent.

Mehr Handels- und weniger Zinserfolg

Auch im Handelsgeschäft lief es rund. Der Erfolg legte um 18,3 Prozent auf 13,6 Millionen Franken zu. Grund dafür ist laut Mitteilung die gestiegene Nachfrage nach Beratungen und Absicherungstransaktionen der Firmenkunden vor dem Hintergrund des guten Wirtschaftsgangs und der höheren Volatilität an den Devisenmärkten.

Nicht vom Fleck kam dagegen das Zinsengeschäft, das nach wie vor den Löwenanteil zum Geschäftserfolg beiträgt. Der Bruttoerfolg erhöhte sich leicht um 0,6 Prozent auf 113,3 Millionen Franken, netto resultierte jedoch ein Rückgang von 2,3 Prozent. Die Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verlusten aus dem Zinsengeschäft fielen deutlich kleiner aus als noch im letzten Jahr.

Im Gesamtjahr erwartet die NAB ein "gutes Jahresergebnis". Ungeachtet der derzeitigen geopolitischen Risiken verliehen der globale, synchrone Konjunkturaufschwung und der schwächere Franken dem Schweizer Wirtschaftswachstum Rückenwind, sagte NAB-Chef Roland Hermann in der Mitteilung.

tt/rw

(AWP)