CS-Tochter Neue Aargauer Bank wächst im Halbjahr

Die CS-Tochter Neue Aargauer Bank hat im ersten Halbjahr 2017 den Ertrag gesteigert. Unter dem Strich resultierte ein höherer Gewinn, wozu auch die gesunkenen Kosten ihren Beitrag leisteten. Ausserdem verzeichnete das Institut einen hohen Zufluss von Nettoneugeldern. Für den Rest des Jahres zeigt sich das Management zuversichtlich.
30.08.2017 11:40

Der Erfolg aus dem ordentlichen Bankgeschäft stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,4% auf 164,5 Mio CHF. Dazu steuerte das Zinsengeschäft einen Nettoerfolg von 116,6 Mio bei, womit er auf Vorjahresniveau (-0,1%) gehalten wurde. Rückläufig um 5,6% auf 32,3 Mio war der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Im Handelsgeschäft schliesslich resultierte aus Kauf und Verkauf von Devisen für Privat- und Firmenkunden ein um 57,5% auf 11,5 Mio gestiegener Erfolg.

Der Geschäftsaufwand betrug insgesamt 87,3 Mio und nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,5% ab. Dabei verringerte sich der Personalaufwand um 8,7% auf 44,0 Mio, während der Sachaufwand aufgrund von Investitionen in digitale Dienstleistungen und Modernisierung der Geschäftsstellen um 7,2% auf 43,3 Mio stieg.

Nach Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen von 1,7 Mio (-32%) und Rückstellungen von 1,6 Mio (VJ 0 Mio) resultiert ein Geschäftserfolg von 73,9 Mio (+3,9%). Nach ausserordentlichen Erträgen von 0,4 Mio und Abzug von Steuern beträgt der Halbjahresgewinn 60,4 Mio, was 4,3% mehr als im Vorjahr ist.

Die Bilanzsumme verringerte sich in den ersten sechs Monaten 2017 um 1,0% auf 23,4 Mrd CHF und auch die Hypothekarforderungen zeigten einen Rückgang von 0,3% auf 18,9 Mrd.

Die Kundeneinlagen stiegen dagegen um 2,8% auf rund 13 Mrd CHF, was einer Zunahme von 2,8% entspricht. Der NAB wurden im bisherigen Jahresverlauf Netto-Neugelder (NNA) in der Höhe von 560 Mio anvertraut, das sind 72 Mio mehr als im Vorjahr.

Ins zweite Halbjahr blick die Bank zuversichtlich und geht dabei weiterhin von einem stabilen Wirtschaftsumfeld aus. "Darum erwarte ich auch im zweiten Halbjahr ein gutes Ergebnis", sagt in der Mitteilung CEO Roland Herrmann. Die NAB beurteile den Aargauer Immobilienmarkt jedoch vorsichtiger als im Vorjahr: Der Leerbestand von Mietwohnungen nehme zu bei gleichbleibend hoher Bautätigkeit. Deshalb verfolge die NAB bei Mietobjekten eine selektive und risikobewusste Kreditpolitik, heisst es weiter.

sig/ra

(AWP)