CS übergibt Immobilienfonds CS Euroreal zur Abwicklung an die Commerzbank

Die Credit Suisse kann eine Altlast aus der Immobilienkrise abgeben. Der Immobilienfonds CS Euroreal geht nach fünf Jahren Abwicklung an die Commerzbank. So will es das Gesetz. Die deutsche Bank ist künftig dafür zuständig, dass die Anleger zum Rest ihres investierten Geldes kommen.
26.04.2017 09:11

Die Anleger haben bislang etwa zwei Drittel des Werts ihrer Anteile zum Zeitpunkt des Abwicklungsstarts zurückerhalten. Nun wird die Commerzbank als bisherige Depotbank ab Mai den Verkauf der verbliebenen Immobilien übernehmen und die Mittel daraus an die Anleger ausschütten, wie die Credit Suisse am Mittwoch mitteilte.

Die Credit Suisse hatte die Abwicklung des offenen Immobilienfonds deutschen Rechts vor fünf Jahren eingeleitet. Im Zuge der Finanzkrise hatten viele Anleger offener Immobilienfonds ihre Anteilsscheine zurückgeben wollen und ihr Geld verlangt. Da der Fonds nicht alle auszahlen konnte, wurde die Auflösung eingeleitet.

Im Rahmen der fünfjährigen Abwicklungsperiode hat die Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft bisher 74 Liegenschaften für insgesamt rund 4,0 Mrd EUR verkauft. Unter Einbezug der Verkäufe während der zwei Jahre davor, während die Rücknahme der Anteilsscheine ausgesetzt war, wurden 89 Immobilien für 5,3 Mrd EUR verkauft.

Damit verbleiben noch 23 Objekte mit einem Wert von rund einer Milliarde Euro zum weiteren Verkauf. Die Credit Suisse habe das Erreichen bestmöglicher Ergebnisse höher gewichtet, als das umfangreiche Immobilienportfolio schnellstmöglich zu liquidieren, schreibt die Grossbank.

FRANKEN-ANLEGER LITTEN UNTER WECHSELKURSEN

Vor dem Wechsel des Fonds zur Commerzbank wird an die Anleger eine ausserordentliche Sonderausschüttung bezahlt von 6,20 EUR für die Euro-Anteilsklasse und 9,50 CHF für die Franken-Anteilsklasse.

Einschliesslich dieser Sonderausschüttung haben die Anleger der Euro-Anteilsklasse dann rund 3,8 Mrd EUR beziehungsweise 36,80 je Anteil für die Euro-Anteilsklasse und 55,70 für die Franken-Anteilsklasse zurückerhalten, wie es in der Mitteilung heisst.

Das entspricht etwa zwei Drittel des jeweiligen Anteilswertes zum Zeitpunkt der Einleitung der Fondsauflösung. Während langfristige Anleger der Euro-Anteilsklasse bislang per Saldo keine Verluste erlitten hätten, habe sich die Franken-Anteilsklasse aufgrund der Wechselkurseffekte volatiler entwickelt, schreibt die CS.

mk

(AWP)