Dätwyler steigert Umsatz im H1 - Kosten für Manchester drücken Ergebnis leicht

Der Industriezulieferer Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2017 etwas mehr Umsatz erzielt aber einen etwas tieferem Gewinn. Der Umsatz legte um 3,8% auf 644,5 Mio CHF zu, bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte ergab sich ein Plus von 2,2%. Während der Konzernbereich Sealing Solutions das Wachstumstempo beschleunigte, verzeichnete der Bereich Technical Components einen Umsatzrückgang, wie das in den Bereichen Dichtungslösungen und elektrotechnische Komponenten tätige Unternehmen am Freitag mitteilt.
11.08.2017 07:25

Der EBIT nahm um 2,0% auf 80,1 Mio CHF ab und die entsprechende Marge um 80 Basispunkte auf 12,4%. Hierin sind Einmalkosten von 6,6 Mio CHF hauptsächlich für den Aufbau des neuen "Enterprise Hub" von Distrelec in Manchester enthalten. Ohne diese hätte sich ein EBIT von 86,7 Mio ergeben sowie eine bereinigte EBIT-Marge von 13,5%. Der Reingewinn reduzierte sich um 5,8% auf 53,3 Mio.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten mit dem Umsatz und dem EBIT gut erfüllt, mit dem Reingewinn dagegen nicht. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 649,8 Mio CHF, für den EBIT bei 79,9 Mio und für den Reingewinn bei 56,5 Mio.

Für das Gesamtjahr 2017 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, "dass die Gruppe das Wachstumstempo des ersten Semesters halten kann." Dätwyler geht von einem unverändert freundlichen Marktumfeld aus und präzisiert dabei die Umsatzprognose. Neu wird ein Umsatz im Gesamtjahr zwischen 1,27 und 1,31 Mrd CHF erwartet, bisher lautete die Prognose auf 1,25 bis 1,35 Mrd. Die EBIT-Marge soll im oberen Bereich des Zielbands von 11 bis 14% zu liegen kommen.

cf/tp

(AWP)