Daimler mit Gewinnrückgang wegen Sonderkosten

Der Auto- und Lastwagenbauer Daimler hat im dritten Quartal unter anderem wegen Sonderkosten für Garantieaufwendungen und die Nachbesserung von Dieselfahrzeugen in Europa operativ weniger verdient. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro, wie der Dax -Konzern am Freitag in Stuttgart mitteilte. Experten hatten einen etwas höheren Wert erwartet. Daimler hatte unter anderem für das Softwareupdate von über 3 Millionen Diesel-Autos in Europa 223 Millionen Euro an Sonderkosten verbucht. Unter dem Strich ging der Nettogewinn um 17 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro zurück.
20.10.2017 07:52

Im Tagesgeschäft dagegen profitiert der Konzern weiter vor allem auch vom guten Lauf in China und bei den Stadtgeländewagen vom Typ SUV. Weltweit hatte das Unternehmen im dritten Quartal rund 573 000 Autos seiner Stammmarke Mercedes-Benz verkauft, fast 8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das trieb den Umsatz insgesamt um 6 Prozent auf 40,81 Milliarden Euro hoch. Die Umsatzrendite der grössten Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars ging vom starken Vorjahreswert um 2,6 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent zurück. Neben den Kosten für das Softwareupdate bei Dieselautos fielen 230 Millionen Euro für eine Rückrufaktion an.

Die Finanzprognosen für das Gesamtjahr bestätigten die Stuttgarter. In der Lkw-Sparte ist der Konzern wegen einer deutlichen Erholung optimistischer beim Ergebnis./men/jha/

(AWP)