DB-Tochter Arriva investiert in Mitteleuropa

PRAG (awp international) - Die Deutsche-Bahn-Tochter Arriva baut ihr Engagement in der Mitte Europas aus. In Tschechien übernimmt das Unternehmen den Busbetreiber CSAD MHD Kladno, der im Pendlerverkehr im Westen der Moldaumetropole Prag stark ist. Dessen Umsatz lag 2015 bei 16 Millionen Euro, wie Arriva am Donnerstag bekanntgab. Damit wächst der Betrieb des Marktführers in Tschechien um 360 auf über 3400 Mitarbeiter sowie um 160 Busse auf mehr als 2100 Fahrzeuge.
13.10.2016 18:05

"Wir sehen Osteuropa auch langfristig als Wachstumsmarkt und wollen insgesamt unsere Marktposition auf dem europäischen Festland weiter ausbauen", sagte Arriva-Vorstandsvorsitzender Manfred Rudhart bei einem Besuch in Prag. Neben Tschechien ist Arriva mittlerweile auch in Kroatien, Polen, Serbien, der Slowakei, Slowenien und Ungarn aktiv. Die Deutsche Bahn hatte das Unternehmen mit Sitz in Grossbritannien 2010 für 2,8 Milliarden Euro übernommen.

Mit modernisierten Triebwagen versucht Arriva, in Tschechien auch auf der Schiene Fuss zu fassen. Die Züge verbinden Prag mit dem knapp 40 Kilometer entfernten Benesov sowie im Fernverkehr mit der Studentenstadt Olmütz (Olomouc) und dem westslowakischen Trencin. Die Dieselfahrzeuge sind mit Drahtlos-Internet und Steckdosen ausgerüstet und konkurrieren mit der staatlichen Eisenbahn CD./hei/DP/jha

(AWP)