Denner setzt auf Nahversorgung und baut Filialnetz aus

Des Discounter Denner weitet sein Filialnetz aus und setzt auf Kundennähe. Denner-Chef Mario Irminger setzt damit weiter mehr auf traditionelle Geschäfte als auf Einkäufe im Netz.
04.09.2017 13:05

Im Nahrungsmittelbereich werden jährlich rund 40 Mrd CHF umgesetzt, davon lediglich 400 bis 500 Mio über Einkäufe im Internet, wie Denner-Chef Irminger in der Montagsausgabe der Westschweizer Tageszeitungen "24 Heures" und "Tribune de Genève" feststellte. "Das zeigt, dass in der Schweiz 99% der Nahrungsmittelkäufe immer noch in Läden getätigt werden", so Irminger.

Priorität hat für ihn deshalb auch die Nähe zu den Kunden in allen Regionen des Landes. Derzeit gibt es schweizweit rund 800 Filialen. Die Filialen in Bahnhöfen sind laut Irminger nicht die profitabelsten, da die Mieten recht hoch sind.

Denner ergänze sich perfekt mit dem Mutterkonzern Migros, sagte Irminger. Der unabhängige Discounter sei derzeit in 150 Migros-Geschäften präsent. Vor zehn Jahren wurde der Discounter von Migros übernommen. In dieser Zeit sei der Discounter ein unabhängiger Nahversorger mit wettbewerbsfähigen Preisen geblieben.

Das Filialnetz werde weiter ausgebaut. In Aubonne (VD) entstehe ein Franchisen-Shop mit 450 Quadratmetern Fläche, "eine echte Offensive", erklärte der Denner-Chef. Den Frischprodukten werde mehr Platz eingeräumt. Der Bereich "Near Food" hingegen werde reduziert.

Seit 2010 sei die Zahl der Mitarbeiter um rund ein Drittel angestiegen, von rund 3600 auf 4700. Der Mindestlohn betrage monatlich 4025 CHF. Denner steigerte im vergangenen Jahr den Umsatz insgesamt um 2% auf 2,97 Mrd CHF. Gewinnzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht.

(AWP)