Desaster um A400M kostet Airbus eine Milliarde Euro - Gewinn steigt trotzdem

TOULOUSE (awp international) - Der Ärger um den Militärtransporter A400M und den Grossraumjet A350 kommen den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus teuer zu stehen. Wegen des Triebwerks-Desasters bei der A400M und verzögerter Auslieferungen der A350 verbuchte das Unternehmen im zweiten Quartal eine Sonderbelastung von 1,4 Milliarden Euro, wie es am Mittwoch in Toulouse mitteilte. Der Grossteil davon entfällt mit gut einer Milliarde Euro auf den Militärtransporter. Dass der Quartalsgewinn trotzdem höher ausfiel als ein Jahr zuvor, verdankte Airbus Bilanzeffekten aus dem Verkauf verbliebener Anteile an dem Flugzeugbauer Dassault und der Gründung eines Raumfahrt-Gemeinschaftsunternehmens mit dem Partner Safran.
27.07.2016 07:32

Der Umsatz von Airbus fiel wegen verzögerter Flugzeug-Auslieferungen im zweiten Quartal mit 16,6 Milliarden Euro um ein Prozent geringer aus als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn sprang dank der Bilanzeffekte und trotz der Sonderbelastungen um 51 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro in die Höhe. Ohne Einmaleffekte wäre er um vier Prozent gesunken. Unter dem Strich verdiente Airbus mit knapp 1,4 Milliarden Euro 86 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für 2016 hält Vorstandschef Tom Enders an seiner Prognose eines stabilen operativen Gewinns fest. Alle Einmalbelastungen und Sondergewinne sind dabei allerdings herausgerechnet./stw/fbr

(AWP)