Deutsche Arbeitgeber warnen vor steigenden Sozialabgaben

Die Arbeitgeber warnen vor rapide steigenden Sozialabgaben. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, plädierte am Mittwoch in Berlin für einen gesellschaftlichen Konsens, dass der Gesamtbeitragssatz für die vier zentralen Sozialversicherungen die Obergrenze von 40 Prozent des Bruttoarbeitslohn nicht übersteigen dürfe. Gemeint sind die Kranken- und Pflegeversicherung sowie Renten- und Arbeitslosenversicherung. Von den 40 Prozent zahlt gut die Hälfte der Arbeitnehmer und den Rest der Arbeitgeber.
26.07.2017 12:16

Im anderen Fall drohe ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen, machte Kampeter deutlich. Nach einer Studie des Prognos-Instituts entspricht ein Anstieg der gesamten Sozialbeiträge um einen Prozentpunkt einem Rückgang von 90 000 Arbeitsplätzen. Nach diesen Berechnungen steigen die Beitragssätze in den zentralen Zweigen der Sozialversicherung ohne gesetzliche Eingriffe von heute insgesamt 39,95 Prozent bis 2040 auf 48,8 Prozent.

Doch die Aussagen nahezu aller Parteien in ihren Wahlprogrammen wiesen darauf hin, dass die Sozialleistungen in der kommenden Legislaturperiode zum Teil deutlich ausgeweitet werden sollen, sagte Kampeter, der früher CDU-Staatssekretär im Bundesfinanzministerium war. Laut Prognos könnte der Gesamtbeitrag mit gesetzlichen Eingriffen etwa bei der Rente bis 2040 sogar auf 55,5 Prozent ansteigen./rm/DP/fbr

(AWP)