Deutsche Asset Management will ETF-Geschäft vor Teilbörsengang ausbauen

Die Fondstochter der Deutschen Bank hübscht sich vor dem geplanten Teilbörsengang auf und stärkt hierfür den Vertrieb und ihr Auslandsgeschäft. Vor allem das Geschäft mit Index-Fonds soll eine wichtige Rolle spielen, wie Simon Klein, Leiter Passive Anlageprodukte in Europa, Naher Osten, Nordafrika und Asien bei der Deutschen Asset Management, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung (Dienstag) erklärte.
27.06.2017 08:40

So soll unter anderem das Geschäft in Grossbritannien ausgebaut werden, wo die Gesellschaft im europäischen Vergleich eine eher schwache Position habe. "In Grossbritannien haben wir nur halb so viele Assets wie im europäischen Schnitt, dort sind wir unterproportional vertreten", sagte Klein. Zudem werde in der Schweiz die Belegschaft aufgestockt und die Produktpalette stärker vorangebracht. Auch in Österreich und den Niederlanden solle das Geschäft mit Exchange Traded Funds (ETFs), also börsengehandelten Fonds, ausgebaut werden.

Den deutschen Heimatmarkt will der Vermögensverwalter laut Klein künftig mit mehr Vertriebspersonal bearbeiten und die Kundenansprache regionaler aufstellen. Infolge eines sehr schwachen Jahres 2016 war die Deutsche Asset Management auf der europäischen ETF-Rangliste zuletzt auf Platz 3 gerutscht und hatte als einziger grosser ETF-Anbieter Mittelabflüsse hinnehmen müssen./tav/she/fbr

(AWP)