Deutsche Autobauer hoffen unter Trump auf freizügigen US-Handel

Die deutsche Autoindustrie setzt auch unter dem kommenden US-Präsidenten Donald Trump auf freien Handel. "Wir gehen davon aus, dass sich die neue Regierung das Ziel setzt, die US-Industrie zu stärken", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Montag auf der grössten US-Automesse in Detroit. "Zu dieser Industrie gehören auch viele Produktionsstandorte deutsche Hersteller und Zulieferer hier in den Vereinigten Staaten." Die deutschen Autobauer seien gespannt, ob Trump das umstrittene US-europäische Freihandelsabkommen TTIP vorantreibe. "Und es wäre sicher auch klug, alles zu tun, den Schwung des Nafta-Raums beizubehalten", sagte Wissmann. Trump hatte sich zuletzt öffentlich äusserst kritisch gegenüber Freihandel und Globalisierung geäussert und die nordamerikanische Freihandelszone Nafta in Frage gestellt.
09.01.2017 13:44

Insbesondere hatte Trump Konzernen, die in Mexiko für den US-Markt produzieren, mit hohen Strafzöllen gedroht. Damit will er mehr Industriejobs in den USA schaffen. Wissmann verwies auf die in den vergangenen Jahren ausgebauten Produktionskapazitäten deutscher Hersteller und Zulieferer in den USA. Über die Hälfte der in den USA von deutschen Autobauern produzierten Fahrzeuge würden zudem exportiert. Das Freihandelsabkommen TTIP, dessen Verhandlungen ins Stocken gekommen sind, bringe auch aus US-Perspektive Vorteile wie gleiche Standards und den Wegfall von Einfuhrzöllen für Pkw in der EU./men/hoe/stb

(AWP)