Deutsche Autohäuser schicken Mitarbeiter in Kurzarbeit

Im deutschen Autohandel gibt es wegen der Coronavirus-Krise nahezu flächendeckend Kurzarbeit. Rund 70 Prozent der Autohäuser und Kfz-Betriebe hätten bereits Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen, berichtete der Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Für die Mitarbeiter im Verkauf hätten sogar 90 Prozent der Betriebe Kurzarbeit beantragt. Das habe eine Umfrage ergeben, an der sich mehr als 1000 Betriebe beteiligt hätten.
26.03.2020 15:57

In Deutschland ist zur Eindämmung der Pandemie auch der stationäre Autohandel untersagt worden. Das sei für viele Autohändler eine Katastrophe, weil das Verbot die verkaufsstarke Frühjahrssaison treffe. Die dadurch verursachten Umsatzausfälle könnten, abhängig von der Dauer der Krise, für viele Unternehmen existenzbedrohend werden, beklagt der Verband.

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski forderte eine Erhöhung des Kurzarbeitergelds. Ein Kurzarbeitergeld von 60 oder 67 Prozent des pauschalierten Netto-Entgelts werde bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kfz-Gewerbe zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Das Kurzarbeitergeld müsse deshalb auf 80 beziehungsweise 87 Prozent erhöht werden. "Da die überwiegend kleinen und mittelständischen Kfz-Betriebe meist nicht über die notwendigen wirtschaftlichen Rücklagen verfügen, um diese Lücke zu schliessen, sollte dies auf dem Weg staatlicher Ausgleichszahlungen erfolgen" forderte Karpinski./hff/DP/jha

(AWP)