Deutsche Bank behält Postbank - Vermögensverwaltung soll an die Börse

Die Deutsche Bank macht eine Rolle rückwärts bei der Postbank. Statt die auf Privatkunden fokussierte Tochter zu verkaufen, soll sie in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns integriert werden, wie die Deutsche Bank am Sonntag in Frankfurt nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Die kombinierte Bank werde mehr als 20 Millionen Kunden in Deutschland haben, hiess es. Ein detaillierter Plan für den Zusammenschluss soll im Laufe des Jahres präsentiert werden.
05.03.2017 16:58

Gleichzeitig soll der Vermögensverwalter Deutsche Asset Management - bei Publikumsfonds bekannt unter DWS Investments - zu einem kleinen Teil an die Börse gebracht werden, um frisches Geld in die Kasse zu spülen. Geplant ist, den Börsengang innerhalb von zwei Jahren über die Bühnen zu bringen. Dieser Schritt zusammen mit einer parallel beschlossenen Kapitalerhöhung sowie Veräusserungen soll die Kapitalbasis der Deutschen Bank stärken und damit letztlich auch die Wiedereingliederung der Postbank erleichtern. Banken müssen je nach Grösse und Geschäften bestimmte Kapitalpuffer für schwere Zeiten vorhalten./das/she

(AWP)