Deutsche-Bank-Chef sagt weitere Arbeitsplatzverluste in Deutschland voraus

Beim neuerlichen Umbau der Deutschen Bank werden weitere Arbeitsplätze hierzulande wegfallen. "Es wird sicherlich einige Jobverluste in Deutschland geben", sagte Bankchef John Cryan am Montag in einem Interview mit dem Wirtschaftssender Bloomberg TV. Genaue Zahlen nannte er nicht. Zunächst begännen die Verhandlungen mit allen Beteiligten. "Wir machen es auf die deutsche Art", erklärte er. "Wir wollen zu einer Übereinkunft kommen."
06.03.2017 10:24

Deutschlands grösstes Geldhaus hatte am Wochenende verkündet, die Tochter Postbank entgegen früheren Plänen nicht verkaufen zu wollen. Sie wird stattdessen in das Privat- und Firmenkundengeschäft eingegliedert. Durch eine gemeinsame Verwaltung und Technik sollen Kosten gespart werden. Auch das Investmentbanking wird neu aufgestellt. Gleichzeitig soll ein Minderheitsanteil an der Vermögensverwaltungstochter Deutsche Asset Management an die Börse gebracht werden.

Die Deutsche Bank steckt bereits mitten in einem Umbau, bei dem bis 2018 weltweit unter dem Strich 9000 Arbeitsplätze im eigenen Haus wegfallen werden, davon 4000 in Deutschland. Das Filialnetz schrumpft. "Wir haben noch etwas zu tun bei der Restrukturierung in Deutschland", sagte Cryan. Es gebe aber "gute Perspektiven" im hiesigen Markt. Zuletzt hatte die Bank weltweit 99 700 Mitarbeiter, davon 44 600 in Deutschland. Die Postbank allein kam auf 18 100 Beschäftigte./das/fbr

(AWP)