Deutsche Bank geht von stabilen Erträgen aus - Trendwende beim Ergebnis

(Ausführliche Fassung) - Die Deutsche Bank erwartet im laufenden Jahr stabile Erträge. "Für 2017 gehen wir davon aus, dass die Erträge im Vergleich zu 2016 weitgehend unverändert bleiben werden", teilte die Bank am Montag in ihrem Geschäftsbericht mit. Unter Ausklammerung von abgeschlossenen und erwarteten Veräusserungen und den Auswirkungen aus der Abwicklungseinheit NCOU traut sich die Bank wie bereits seit Anfang Februar bekannt auch eine Steigerung zu. Unterdessen verdauen Investoren die letzten Details zur laufenden Kapitalerhöhung. Die Aktie gab nach Handelsöffnung rund 1,5 Prozent nach.
20.03.2017 09:44

Die Anfang Februar auf der Bilanzpressekonferenz gemachten Aussagen zu den Geschäftsaussichten und der erwarteten Kapitalausstattung wiederholte die Bank im wesentlichen. "Im Jahr 2016 haben wir entscheidende Massnahmen zur Verbesserung, Modernisierung und Vereinfachung der Bank getroffen. Infolgedessen haben wir 2016 mit starken Kapital- und Liquiditätskennzahlen abgeschlossen und wir erwarten, in 2017 die Trendwende für unser Gesamtergebnis zu erreichen", hiess es im Geschäftsbericht.

Aktuell läuft bei der Deutschen Bank die Kapitalerhöhung an, die die Bank Anfang März auf den Weg gebracht hatte. "Eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg unserer Strategie und für neues Wachstum ist eine starke Kapitalausstattung. Wir haben uns deshalb für eine Kapitalerhöhung entschieden und erwarten einen Erlös von rund acht Milliarden Euro", schrieb Bankchef John Cryan in einem Brief an die Aktionäre. Seit Monaten wurde über eine Kapitalerhöhung spekuliert, nachdem teure Rechtsstreitigkeiten an der Kapitalbasis genagt und der Bank zwei Jahre hintereinander Milliardenverluste beschert hatten.

Altaktionäre können für zwei gehaltene Aktien eine neue zum Stückpreis von 11,65 Euro erwerben, wie die Deutsche Bank am Sonntag in Frankfurt mitteilte. Insgesamt würden 687,5 Millionen neue Aktien ausgegeben./stk/fbr/stb

(AWP)