Deutsche Bank kämpft mit Einsparungen gegen schrumpfendes Geschäft

Der erhoffte Aufschwung bei der Deutschen Bank lässt weiter auf sich warten. Im dritten Quartal musste das grösste heimische Geldhaus abermals rückläufiges Geschäft vermelden. Allerdings hat das Institut durch Einsparungen geschafft, mehr zu verdienen. Unterm Strich stand ein Gewinn von 649 Millionen Euro und damit gut doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Vor Steuern blieben 933 Millionen Euro übrig nach zuvor 619 Millionen. Damit übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten.
26.10.2017 07:35

Die Erträge - also die gesamten Einnahmen der Bank - sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum derweil um ein Zehntel auf knapp 6,8 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das war etwas weniger als Analysten erwartet hatten. "Während das Umfeld für unsere Erträge eine Herausforderung bleibt, sind wir bei unseren wichtigen Initiativen deutlich vorangekommen", sagte Bankchef John Cryan am Donnerstag in Frankfurt.

Die Deutsche Bank leidet wie andere Institute auch unter den niedrigen Zinsen, die das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft weniger profitabel machen, sowie unter den anhaltend ruhigen Kapitalmärkten, was die Gebühreneinnahmen schmälert. Bei den Frankfurtern kommen erschwerend Fehler der Vergangenheit hinzu - so hatten Skandale und Rechtsstreitigkeiten der Bank zwei Verlustjahre in Folge eingebrockt. Bankchef John Cryan baut den Konzern deshalb momentan um. So integriert er die Tochter Postbank./das/ben/stk

(AWP)