Deutsche Bank kann russische Geldwäsche-Affäre fast abhaken: Einigung mit Briten

Die Deutsche Bank kann eine weitere rechtliche Baustelle weitgehend schliessen: In der russischen Geldwäsche-Affäre müssen die Frankfurter 163 Millionen britische Pfund oder umgerechnet 190 Millionen Euro an die britische Finanzaufsicht FCA zahlen, wie die Behörde am Dienstagmorgen mitteilte. Am Vorabend hatte sich die Bank bereits mit der New Yorker Finanzaufsicht auf eine Zahlung von umgerechnet 397 Millionen Euro geeinigt. Die gesamte Summe sei von den vorhandenen Rückstellungen für Rechtsrisiken weitgehend abgedeckt, erklärte die Deutsche Bank.
31.01.2017 08:32

Kunden des Geldhauses sollen den Behörden zufolge über die Finanzplätze Moskau, New York und London rund 10 Milliarden Dollar an Rubel-Schwarzgeld aus Russland gewaschen haben. "Die Höhe der Strafe zeigt, wie ernsthaft die Versäumnisse der Deutschen Bank waren", erklärte der zuständige FCA-Abteilungsleiter Mark Steward in London. Gleichzeitig hob die britische Finanzaufsicht die Kooperationsbereitschaft der Deutschen Bank hervor. Die Frankfurter erklärten, weiter mit anderen Aufsichts- und Justizbehörden zusammenzuarbeiten, bei denen gesonderte Untersuchungen liefen. So hatte das US-Justizministerium ebenfalls Untersuchungen aufgenommen./das/stb

(AWP)