Deutsche Bank schliesst Niederlassung in Lugano - "Kompetenzzentrum" in Genf

Die Deutsche Bank (Schweiz) schliesst ihre Niederlassung in Lugano. Nach einer "gründlichen Überprüfung der Strategie und Aktivitäten" habe die Bank entschieden, ihr Wealth-Management-Geschäft in den internationalen Finanzzentren Zürich und Genf weiter zu entwickeln, bestätigte das Institut am Donnerstag entsprechende Berichte in Tessiner Medien. Die bestehenden Kunden der Niederlassung Lugano würden in Zukunft aus Zürich bedient.
30.03.2017 13:37

Einige Angestellte aus Lugano werden laut der Mitteilung der Bank ein Angebot zum Umzug erhalten, während andere die Bank verlassen müssen. Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, bleibe die Niederlassung in Lugano während einer Übergangszeit offen.

Im Kontext ihrer Strategieüberprüfung habe die Deutsche Bank in Genf ein europäisches grenzüberschreitendes Team geschaffen, das in der Schweiz gebuchte europäische Kundenbeziehungen konsolidiere und künftig das Kompetenzzentrum für das grenzüberschreitende Geschäft mit europäischen Kunden (ohne Deutschland) sei, so die Mitteilung. Dies stehe im Einklang mit der Konzernstrategie der Deutschen Bank, die auch einen Ausbau des globalen Wealth Managements umfasse.

Für die Deutsche Bank ist die Schweiz das Zentrum für das Wealth-Management-Geschäft in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika). Dabei konzentriert sie sich hierzulande auf entwickelte Märkte wie die Schweiz, Europa und das grenzüberschreitende Deutschlandgeschäft sowie auf Schwellenmärkte wie der Nahe Osten und Afrika, Russland und Osteuropa sowie Lateinamerika und Asien. Die Schweiz sei einer der "Schlüsselmärkte", in denen die Bank ihr Wealth Management Geschäft weiter ausbauen möchte.

Die Deutsche Bank ist seit 1980 in der Schweiz vertreten. Ende 2016 beschäftigte sie hierzulande rund 700 Mitarbeitende.

tp/cf

(AWP)