Deutsche Bank verbessert Kapitalsituation

Die Deutsche Bank steht nach einem nervenaufreibenden Jahr auf einer solideren Kapitalbasis als gedacht. Die harte Kernkapitalquote (CET 1) lag am Jahresende bei 11,9 Prozent nach 11,1 Prozent zum Ende des dritten Quartals, wie die Bank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einer Verbesserung auf 11,3 Prozent gerechnet.
02.02.2017 08:10

Die Kapitalsituation steht derzeit im Fokus bei der Deutschen Bank, weil teure Rechtsstreitigkeiten die Basis ausgehöhlt hatten. Immer wieder gibt es Gerüchte über eine Kapitalerhöhung. Im Herbst war am Finanzmarkt sogar über die Notwendigkeit von Staatshilfe spekuliert worden. Der Aktienkurs fiel damals unter 10 Euro und damit auf den tiefsten Stand der Geschichte. Seitdem konnte die Deutsche Bank Vertrauen zurückgewinnen: Am Mittwoch schloss die Aktie im Xetra-Handel bei 19,18 Euro.

Den Verlust im Schlussquartal von unterm Strich annähernd 1,9 Milliarden Euro konnte die Deutsche Bank kapitalseitig durch den Erlös aus dem Verkauf eines knapp 20-prozentigen Anteils an der chinesischen Hua Xia Bank sowie dank positiver Währungseffekte abfedern./das/fbr

(AWP)