Deutsche-Bank-Vorstände kaufen neue Aktien

Die Vorstände der Deutschen Bank haben bei der milliardenschweren Kapitalerhöhung des Geldhauses mitgemacht. So kaufte Bankchef John Cryan für genau 53 357 Euro neue Aktien, wie aus einer Pflichtmitteilung vom Montag hervorgeht. Seine Stellvertreter Christian Sewing und Markus Schenck schlugen für rund 211 000 beziehungsweise 304 000 Euro zu. Die Bezugsrechte für die neuen Aktien seien jeweils vollständig ausgeübt worden, sagte ein Banksprecher in Frankfurt.
10.04.2017 15:47

Die Deutsche Bank hatte sich über den Verkauf neuer Aktien jüngst insgesamt 8 Milliarden Euro frisches Kapital besorgt. Damit begegnete das grösste heimische Geldhaus zwischenzeitlich aufgekommenen Sorgen um seine Standfestigkeit und verschaffte sich zudem ein ausreichendes finanzielles Polster, um eine Neuaufstellung des Privatkundengeschäfts sowie des Investmentbankings anzugehen. Je mehr Kapital eine Bank vorhält, als desto widerstandsfähiger für den Krisenfall gilt sie.

Die unterschiedlichen Summen, für die die Vorstände zukauften, erklären sich nicht zuletzt aus der Dauer der Firmenzugehörigkeit. So verfügt Asien-Vorstand Werner Steinmüller, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert für die Deutsche Bank arbeitet, laut Geschäftsbericht über den grössten Aktienbestand im aktuellen Vorstand und tätigte mit annähernd 465 000 Euro auch den grössten Kauf frischer Anteilsscheine. Vermögensverwaltungschef Nicolas Moreau und die für Rechtsfragen zuständige Sylvie Matherat, die beide wesentlich kürzer im Hause sind, haben keine Aktien./das/nas

(AWP)