Deutsche Bank zahlt in Vergleich um Kaupthing-Pleite 450 Millionen

Die Deutsche Bank hat einen Rechtsstreit rund um den Zusammenbruch der isländischen Kaupthing-Bank während der Finanzkrise aus der Welt geschaffen. Die Deutsche Bank habe sich dabei auf die Zahlung von 450 Millionen Euro geeinigt, berichtete das "Handelsblatt" in seiner Mittwochausgabe ohne Nennung von Quellen. Ein Banksprecher lehnte am Dienstagabend einen Kommentar dazu ab.
22.03.2017 06:44

Die Deutsche Bank hatte die entsprechenden Vergleiche in ihrem am Montag vorgelegten Geschäftsbericht aufgeführt, ohne indes eine Summe zu nennen. Das Geldhaus hatte lediglich betont, dass die gebildeten Rückstellungen ausreichten.

Der Streit drehte sich im Kern um Kreditausfallversicherungen auf Kaupthing, die mit dem Kollaps der isländischen Bank 2008 schlagartig an Wert verloren hatten. Die Abwickler von Kaupthing warfen der Deutschen Bank später vor, gewusst zu haben, dass es bei bestimmten Geschäften nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Im Raum standen Forderungen von insgesamt über einer Milliarde Euro./das

(AWP)