Deutsche Börse will für 200 Millionen Euro eigene Aktien zurückkaufen

Die Deutsche Börse spendiert ihren Aktionären nach dem gescheiterten Zusammenschluss mit der London Stock Exchange einen Aktienrückkauf. Im zweiten Halbjahr solle ein Programm mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro aufgelegt werden, teilte der Börsenbetreiber am Mittwochabend in Eschborn bei Frankfurt mit. Allerdings müsse die Hauptversammlung Mitte Mai noch zustimmen und der Vorstand müsse die Details festlegen. Das Geld nimmt die Börse nach eigenen Angaben aus dem Verkaufserlös der US-Börse International Securities Exchange in Höhe von rund 1 Milliarde Euro.
26.04.2017 20:53

Die Deutsche und die Londoner Börse hatten hatten eigentlich den grössten europäischen Börsenbetreiber schmieden wollen. Die Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, verkomplizierte das Unterfangen jedoch. So war zuletzt der Sitz der gemeinsamen Holding strittig. Letztlich scheiterte die Fusion am Nein der EU-Wettbewerbshüter, nachdem die London Stock Exchange eine Auflage nicht erfüllen wollte./das/he

(AWP)