Deutsche Börse sammelt 63,65 Prozent der LSE-Stimmen ein und gibt Nachfrist

FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse hat nach Ablauf der offiziellen Frist für Annahme des Übernahmeangebots für die Londoner Börse 63,65 Prozent der Stimmrechte eingesammelt. Dies teilte der Börsenbetreiber am Freitag mit. Für Aktionäre, die das Angebot bislang noch nicht angenommen haben, gibt es nun eine Nachfrist, die am 12. August um Mitternacht ausläuft. "Wir sind zuversichtlich, dass am Ende dieser zwei weiteren Wochen eine deutlich höhere Annahmequote erreicht sein wird", sagte Gregor Pottmeyer, Finanzvorstand der Deutsche Börse.
29.07.2016 11:45

Die Deutsche Börse hatte im Laufe des Umtauschprozesses die Mindestannahmequote von 75 auf von 60 Prozent gesenkt. Diese Hürde überwand der Konzern schliesslich am Dienstag. Nun brauchen Deutsche Börse und London Stock Exchange (LSE) noch die Zustimmung etlicher Aufsichtsbehörden. Besonders umstritten ist, ob der rechtliche Sitz des fusionierten Unternehmens nach dem Brexit-Votum weiter wie geplant in London sein kann. Die Aktionäre der Londoner Börse hatten zu Monatsbeginn mit 99,9 Prozent für den Deal gestimmt./she/enl/fbr

(AWP)