Deutsche Börse und LSE melden Fusion bei der EU-Kommission an

Frankfurt/London (awp/sda/reu) - Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) gehen bei ihrem anvisierten Zusammenschluss in die entscheidende Phase. Nach der Verständigung der Unternehmen und der Zustimmung der Aktionäre, bemühen sich die Konzerne nun um die nötigen Zustimmungen der Aufsichtsbehörden.
25.08.2016 13:32

Die beiden Börsenbetreiber meldeten die gut 25 Milliarden Euro schwere Fusion bei der EU-Kommission an, wie sie am Donnerstag mitteilten. "Wir sind überzeugt, dass der Zusammenschluss einen grossen Mehrwert für unsere Kunden und Aktionäre schaffen wird", erklärten sie in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Entstehung eines global führenden Marktinfrastrukturbetreibers mit Sitz in Europa werde zudem für mehr Wirtschaftswachstum sorgen.

Die EU-Wettbewerbshüter wollen die Fusion nun in einer ersten Phase bis 28. September prüfen. Falls sie Bedenken haben, werden sie diese den Unternehmen anschliessend mitteilen. Die Konzerne können dann Massnahmen anbieten, um die Bedenken der EU auszuräumen. Die Deutsche Börse geht davon aus, dass die EU-Kommission die Fusion in einer zweiten Phase dann noch einmal intensiv unter die Lupe nehmen wird. Dafür hätte die Behörde weitere 90 Arbeitstage Zeit.

Die hessische Börsenaufsicht, die der Fusion ebenfalls zustimmen muss, will vermutlich erst nach der EU-Kommission entscheiden. Mit einem Abschluss des Deals rechnen die Unternehmen deshalb erst im ersten Halbjahr 2017.

(AWP)